Flüchtlinge in Ungarn: Ungeliebt und ausgegrenzt

Flüchtlinge in Ungarn: Ungeliebt und ausgegrenzt | tagesschau.de

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Stand: 06.09.2017 23:31 Uhr

Vor zwei Jahren zog Ungarn einen Zaun nach Serbien, um Flüchtlinge zu stoppen. Diejenigen, die bis dahin in das Land kamen und seither um Asyl baten, wurden unwürdig behandelt. Die tagesthemen zeigen, wie es den Flüchtlingen geht, die heute noch in Ungarn sind.

Von Michael Mandlik, ARD-Studio Wien

Korrespondent

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Spanien: Katalonien verabschiedet Referendumsgesetz

Unabhängigkeitspläne: Katalonien verabschiedet Referendumsgesetz | tagesschau.de

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Stand: 06.09.2017 22:08 Uhr

In Katalonien sollen die Menschen am 1. Oktober über eine Unabhängigkeit von Spanien abstimmen. Das Parlament in Barcelona beschloss nun die Gesetzesgrundlage für das Referendum. Das Verfassungsgericht dürfte den Plänen aber einen Strich durch die Rechnung machen.

Das Parlament in Katalonien hat einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Unabhängigkeit vollzogen. Die Abgeordneten der separatistischen Regionalregierung verabschiedeten in Barcelona trotz heftiger Proteste der Opposition ein Referendumsgesetz, das den Weg für die für den 1. Oktober geplante Volksabstimmung freimacht. Dann soll über eine Loslösung der Region von Spanien abgestimmt werden.

Das Gesetz ist wichtig, damit die Volksbefragung eine rechtliche Grundlage hat. Es wird erwartet, dass der katalanische Ministerpräsident Carles Puigdemont das Dekret zur Ausrufung der Abstimmung noch in der Nacht zum Donnerstag unterzeichnet.

Verfassungsgericht wird Gesetz kassieren

Das Verfassungsgericht in Madrid dürfte das Gesetz aber wohl noch diese Woche auf Antrag der Zentralregierung für nichtig erklären.

Die separatistischen Parteien, die im katalanischen Parlament über eine Mehrheit verfügen, planen im Fall eines Abstimmungssieges im Oktober eine Unabhängigkeitserklärung sowie die Einleitung eines verfassunggebenden Prozesses „innerhalb von zwei Tagen“. Man habe schon alles vorbereitet – Stimmzettel, Wahlurnen – und werde die Volksabstimmung durchführen.

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Zentralregierung will Unabhängigkeit nicht akzeptieren

Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy hatte vor wenigen Tagen erneut betont, man werde die Abspaltung der wirtschaftsstärksten Region des Landes unter keinen Umständen zulassen. „Die Katalanen können dieses Referendum nicht wie geplant durchführen, weil sie dazu weder von der Verfassung noch von irgendeinem Gesetz ermächtigt werden.“ Auch das Verfassungsgericht hat die Abstimmung mehrfach untersagt.

Viele Katalanen begründen ihren Wunsch nach einer Unabhängigkeit damit, dass sie sich sich unterdrückt fühlen von Spanien – kulturell und finanziell. Die wirtschaftlich starke Region müsse mehr Geld nach Madrid zahlen als sie an Leistung zurückbekomme.

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Erste Tote durch Hurrikan „Irma“ in der Karibik

Auf zwei französischen Karibikinseln sind beim Durchzug des Hurrikans „Irma“ mindestens zwei Menschen getötet worden. Weitere Regionen sind durch den Wirbelsturm gefährdet. Nach UN-Schätzungen sind bis zu 37 Millionen Menschen betroffen.

Durch den Hurrikan „Irma“ sind auf den Karibikinseln Saint-Barthélemy und Saint-Martin mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Mindestens zwei weitere seien schwer verletzt worden, teilte das Ministerium für die französischen Überseegebiete mit. Der Hurrikan der höchsten Kategorie 5 war zuvor über das französische Überseegebiet Saint-Barthélemy gefegt, dann erreichte er die zwischen Frankreich und den Niederlanden geteilte Insel Saint-Martin.

Weitere Opfer befürchtet

Zuvor hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seine Landsleute darauf vorbereitet, dass es Opfer durch den Wirbelsturm geben werde. Die Bilanz des Wirbelsturms werde „hart und grausam“ sein, „wir werden Opfer zu beklagen haben“, sagte Macron nach einem Besuch beim Krisenstab des Innenministeriums in Paris. Die materiellen Schäden auf den Inseln Saint-Barthélémy und Saint-Martin seien „erheblich“, fügte er hinzu.

Die französische Regierung kam zu einem Krisentreffen zusammen. An der Zusammenkunft im Innenministerium nahm auch Präsident Macron teil, berichtete Innenminister Gérard Collomb.

„Irma“ zieht weiter durch die Karibik

Der Wirbelsturm der höchsten Kategorie 5 hatte die Insel Barbuda erreicht und war dann nach Saint-Barthélemy und Saint-Martin weitergezogen, wo ganze Küstenabschnitte verwüstet wurden. Rund anderthalb Stunden verweilte das Auge des als „potenziell katastrophal“ eingestuften Hurrikans über der beim internationalen Jet-Set beliebten Insel Saint-Barthélemy. Dann erreichte es die zwischen Frankreich und den Niederlanden geteilte Insel Saint-Martin / Sint Maarten. Der französische Wetterdienst berichtete von heftigen Springfluten. Ganze Küstengebiete seien bereits überschwemmt.

UN befürchten 37 Millionen Betroffene

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen könnten bis zu 37 Millionen Menschen von den Auswirkungen des Hurrikans betroffen sein. Ein UN-Hilfsteam sei bereits auf die Karibikinsel Barbados gereist, weitere Teams stünden bereit, sagte ein Sprecher. In Haiti hätten sich dort stationierte UN-Mitarbeiter auf den Hurrikan vorbereitet und stünden ebenfalls bereit, Nothilfe zu leisten.

Vom Tropensturm zum Hurrikan

Tropische Wirbelstürme entstehen über dem Meer, wenn das Wasser mindestens 26 Grad warm ist und stark verdunstet. Ihre Stärke wird nach der von den Meteorologen Herbert Saffir und Robert Simpson entwickelten Skala eingeteilt. Demnach ist in den USA bei einer maximalen Windgeschwindigkeit unter 63 Kilometern pro Stunde von einem Tropentief die Rede. Bei Tempo 63 bis 118 gilt es als Tropensturm, darüber wird Hurrikanstärke erreicht. Ein Hurrikan der Kategorie 1 reicht bis Tempo 153. Stufe 2 gilt bis 177, Stufe 3 bis 208 und Stufe 4 bis 251 Kilometer pro Stunde. Hurrikans der höchsten Kategorie 5 haben eine Windgeschwindigkeit von mehr als 252 Kilometern pro Stunde.

Hurrikans erzeugen zwar enorme Windgeschwindigkeiten, bewegen sich aber oft nur mit etwa 15 Kilometern in der Stunde vorwärts. Das ist verheerend, weil Niederschläge dann stunden- oder tagelang auf fast dasselbe Gebiet niederprasseln.

Oft nehmen Wirbelstürme bei ihrem Zug über das Meer an Stärke zu. Über Land verlieren sie schnell an Kraft, da der Nachschub feuchtwarmer Luftmassen fehlt. Bei Windgeschwindigkeiten unter 120 Kilometern pro Stunde wird ein Hurrikan zu einem Tropensturm herabgestuft.

„Irma“ ist einer der schwersten jemals in der Karibik registrierten Tropenstürme. Laut Wetterexperten soll er nun in Richtung Jungferninseln, Puerto Rico, Dominikanische Republik und Haiti weiterziehen.

Derweil gab das US-Repräsentantenhaus staatliche Hilfen im Volumen von 7,85 Milliarden Dollar (rund 6,6 Milliarden Euro) für die vom Hurrikan „Harvey“ betroffenen Katastrophengebiete frei.

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US-Staaten klagen gegen Trumps „Dreamer“-Dekret

Mehrere US-Bundesstaaten gehen gegen die Entscheidung von Präsident Trump vor, ein Schutzprogramm für die Kinder von illegalen Einwanderern abzuschaffen. 15 Staaten reichten eine Klage ein. Trumps Entscheidung sei unbarmherzig und kurzsichtig, so die Kläger.

In den USA formiert sich Widerstand gegen die Entscheidung von Präsident Donald Trump, ein Programm zum Schutz minderjähriger Einwanderer zu beenden. 15 Staaten und der Hauptstadtbezirk Washington D.C. reichten Klage dagegen bei einem Gericht in New York ein, auch junge Einwanderer aus dieser Gruppe künftig auszuweisen.

„Eine dunkle Zeit für unser Land“

Der Schritt wurde vom Justizminister des Staates Washington, Bob Ferguson, bekanntgegeben. Trumps Vorgehen führe zu „einer dunklen Zeit für unser Land“, sagte er. Kläger sind neben Washington und D.C. New York, Massachusetts, Connecticut, Delaware, Hawaii, Illinois, Iowa, New Mexico, North Carolina, Oregon, Pennsylvania, Rhode Island, Vermont und Virginia.

Trump hatte am Dienstag eine Anordnung seines Vorgängers Barack Obamas aus dem Jahr 2012 revidiert, die Hunderttausenden jungen Menschen, die als Kinder mit ihren Eltern illegal in die USA eingewandert waren, einen vorläufigen Schutzstatus gab. Das sogenannte DACA-Programm („Deferred Action for Childhood Arrivals“) bewahrte sie vor der Ausweisung und gab ihnen eine Arbeitserlaubnis. Das Programm soll in sechs Monaten enden. Bis dahin soll der Kongress Zeit haben, eine eine gesetzliche Neuregelung zu finden. Bis dahin wird es keine Neuaufnahmen in das Programm geben.

Das „Dreamer“-Programm

Offiziell heißt das Programm, das 2012 vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama eingeführt wurde, „Deferred Action for Childhood Arrivals“ (DACA). Einwanderer, die mit weniger als 16 Jahren ohne gültige Papiere in die USA gelangt sind, konnten damit eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis mit zwei Jahren Gültigkeit und der Möglichkeit der Verlängerung erhalten.

Dafür galten aber bestimmte Voraussetzungen. So durften sie z.B. nicht straffällig geworden sein, mussten zum Zeitpunkt der Antragstellung jünger als 31 Jahre sein und sich seit 2007 ununterbrochen in den USA aufgehalten haben.

Obama wollte Menschen, die im Kindesalter mit ihren Eltern illegal in die USA gekommen waren, eigentlich mit einem Gesetz schützen. Er scheiterte damit allerdings angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Kongress. Der Gesetzesentwurf mit dem Namen „Dream Act“ blieb auf der Strecke, stattdessen erließ Obama seine Regelung per Dekret. Die Begünstigten erbten von dem Gesetzentwurf den Namen „Dreamer“ („Träumer“).

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 05. September 2017 um 22:15 Uhr.

FIFA leitet Ermittlungen nach Nazi-Eklat ein

Laut des Weltverbands werden verschiedene Vorfälle untersucht. Auch gegen den tschechischen Fußballverband wird ermittelt, da die Heimmannschaft für die Sicherheit der Zuschauer zuständig ist.

Außerdem hat die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) eine Aufklärung der Zwischenfälle beim Bundeskriminalamt (BKA) angeregt. Beim BKA und der Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf sei „die Prüfung der Einleitung von Ermittlungsverfahren gegen bislang unbekannte deutsche Fußballstörer“ angeregt worden, erklärte ZIS-Leiter Jürgen Lankes am Mittwoch (06.09.17) in Duisburg.

Deutsche Stadionbesucher hatten am Freitag zuvor in Prag unter anderem eine Schweigeminute für zwei gestorbene tschechische Fußballfunktionäre gestört, Pyrotechnik gezündet und „Sieg“-Rufe nach dem Treffer zum 2:1 mit „Heil“-Rufen beantwortet. Dem DFB droht nun durch die FIFA eine Geldstrafe, im schlimmsten Fall auch härtere Sanktionen wie ein Fan-Ausschluss.“

Die Zuständigkeit für die Ermittlungen gegen unbekannte deutsche Straftäter im Zusammenhang mit Sportgroßveranstaltungen im Ausland liegt bei der Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft. „Wir haben vor Ort und im Nachgang des Spiels dafür Sorge getragen, dass alle Informationen zusammengeführt und die notwendigen Schritte eingeleitet werden, damit mögliche Straftäter ermittelt und potenzielle Störer erkannt werden“, sagte Lankes. Nun würden alle Erkenntnisse von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf geprüft.

„300 Personen der portenziell gewaltbereiten Störer-Szene“

Unter ZIS-Leitung war vor Ort auch eine deutsche Polizeidelegation eingesetzt, um den Einsatz der tschechischen Polizei zu unterstützen. „Nach unseren Erkenntnissen befanden sich in Prag am Spieltag rund 300 Personen, die wir der potenziell gewaltbereiten deutschen Störer-Szene zurechnen“, erklärte die Leiterin der Polizeidelegation, Heike Schultz.

Auch die tschechischen Ermittlungsbehörden prüfen eine strafrechtliche Verfolgung der Störer. Die Einleitung von Strafverfahren und die Verdichtung von Erkenntnissen über einzelne Störer gebe der ZIS die Möglichkeit, für künftige Spiele auch polizeiliche Präventivmaßnahmen gegen diese Personen prüfen zu können. Das halte sie von Randale und Gewalttaten ab, erläuterte Lankes. Neben Ausreiseverboten und Meldeauflagen für bekannte Störer seien bundesweite Stadionverbote durch den DFB denkbar.

Thema in Sport aktuell, Deutschlandfunk, Mittwoch, 06.09.17, 22.50 Uhr


dpa
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Stand: 06.09.2017, 19:03

Böhmische Dörfer: Hohe Tatra – Vielseitig und verlockend

„Böhmische Dörfer“: Hohe Tatra – Vielseitig und verlockend | tagesschau.de

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Stand: 06.09.2017 21:11 Uhr

Atemberaubende Natur, historische Architektur und eine schmackhafte Küche – das ist die Hohe Tatra in der Slowakei. Auch Kraftsportler kommen auf ihre Kosten: Beim „Sherparennen“ mit 100 Kilogramm Gepäck.

Von Jürgen Osterhage, ARD-Studio Prag


Korrespondent

Jürgen Osterhage, MDR




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Atomstreit mit Nordkorea: USA fordern Ölembargo

Die USA wollen laut Medienberichten im UN-Sicherheitsrat ein internationales Ölembargo gegen Nordkorea durchsetzen. Präsident Trump erörterte mit Chinas Staatschef Xi das weitere Vorgehen im Atomstreit. Ob Russland und China weitere Sanktionen mittragen, ist jedoch fraglich.

Im Atomstreit mit Nordkorea wollen die USA ein internationales Ölembargo gegen das kommunistisch regierte Land erreichen. Das geht aus einem Resolutionsentwurf hervor, der an die 15 Mitglieder des UN-Sicherheitsrats in New York ging.

Dem Entwurf zufolge, der den Nachrichtenagenturen AFP und Reuters vorliegt, strebt Washington zudem das Einfrieren des Vermögens von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un an. Ferner solle ein Embargo auf Textilexporte aus Nordkorea verhängt werden.

Chancen für Resolution unklar

Die USA, die von Großbritannien und Frankreich unterstützt werden, streben eine Abstimmung im Sicherheitsrat am Montag an. Die Vetomächte Russland und China haben bislang noch keine Zustimmung für eine weitere Sanktionsrunde signalisiert.

Trump erklärte, eine militärische Lösung des Konflikts sei für ihn nicht die erste Option. „Das ist sicherlich nicht unsere erste Wahl, aber wir werden sehen, was passiert“, sagte er. Zuvor hatte er mit Chinas Präsident Xi Jinping telefoniert. Das Gespräch mit Xi bezeichnete Trump als sehr freimütig und sehr stark. Man werde sich von dem, was in Nordkorea passiere, nicht auseinanderbringen lassen, sagte Trump. Xi und er stimmten in Sachen Nordkorea zu 100 Prozent überein.

Unter Bezug auf Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm sagte Trump: „Er (Xi) möchte auch nicht, dass das passiert, was dort passiert.“ Präsident Xi würde gerne „irgendetwas machen“, so Trump. „Wir werden sehen, ob er es tun kann oder nicht.“

Xi drang dem Pekinger Außenministerium zufolge in dem Telefonat mit Trump auf eine friedliche Beilegung des Konflikts. Die Volksrepublik setze auf Konsultationen und Dialog, teilte das Ministerium mit. Große Bedeutung werde auch dem in diesem Jahr geplanten Besuch Trumps in China beigemessen.

NATO fordert mehr Konsequenz

Die NATO forderte ebenfalls eine Verstärkung des internationalen Drucks auf Nordkorea. NATO-Botschafter sagten nach Gesprächen in Brüssel, es sei nun unbedingt erforderlich, dass alle Länder die bestehenden UN-Sanktionen sorgfältiger und transparenter umsetzen.

Pjöngjang hatte am Sonntag nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe getestet. Nach einer neuen Einschätzung Japans hatte diese eine Sprengkraft von 160 Kilotonnen – mehr als zehnmal so viel wie die Atombombe, welche die US-Streitkräfte 1945 über Hiroshima abwarfen. Nach Satellitenaufnahmen, die Südkorea veröffentlichte, führte die Detonation zu Erdrutschen im Gebiet des nordkoreanischen Atomwaffentest-Geländes Punggye-ri.

 

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Paris: Zwei Festnahmen nach Sprengstoff-Fund

Terrorverdacht in Paris: Zwei Festnahmen nach Sprengstoff-Fund | tagesschau.de

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Stand: 06.09.2017 19:52 Uhr

Französische Ermittler haben in einer Pariser Wohnung Bestandteile gefunden, mit denen offenbar der Sprengstoff TATP hergestellt werden kann – dieser war bei den Bataclan-Anschlägen 2015 benutzt worden. Zwei Personen wurden wegen Terrorismusverdachts festgenommen.

Bei Paris ist ein mögliches Sprengstofflabor entdeckt worden, zwei Verdächtige wurden festgenommen. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, in einer Wohnung in dem Vorort Villejuif seien Substanzen gefunden worden, die als Bestandteile einer Bombe genutzt werden könnten. Laut der Nachrichtenagentur AFP fanden Ermittler in der Wohnung Bestandteile des Sprengstoffs TATP, der beispielsweise bei den islamistischen Anschlägen von Paris im November 2015 benutzt wurde. Es seien aber auch Gasflaschen und Stromkabel gefunden wurden, berichtet AFP unter Berufung auf Ermittler.

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Hinweis von Handwerkern

Die Antiterror-Abteilung der Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen wegen der möglichen Bildung einer kriminellen Vereinigung eingeleitet. Laut Staatsanwaltschaft besteht auch der Verdacht des Besitzes, Transports und der Produktion explosiver Substanzen im Zusammenhang mit einer terroristischen Tat einer organisierten Gruppe.

Innenminister Gérard Collomb teilte mit, die Polizei sei von einem Handwerker alarmiert worden. Collomb lobte den raschen Polizeieinsatz, machte aber keine Angaben zu den möglichen Hintergründen des Fundes. Die Verdächtigen sind nach Medienberichten 36 und 47 Jahre alt und den Sicherheitsbehörden bisher nicht bekannt. Einer von ihnen soll der Eigentümer der Wohnung sein.

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Ergebnis der DNA-Probe: Dalí hatte keine Nachkommen

Der wegen einer Vaterschaftsklage eigens aus dem Grab geholte spanische Maler Dalí hatte doch keine Nachkommen. Ein DNA-Abstammungstest habe ergeben, dass die Klägerin entgegen ihren Behauptungen keine Tochter des Künstlers sei, teilte Dalí-Stiftung mit.

In dem langjährigen Vaterschaftsstreit um Salvador Dalí haben Erbgut-Tests nun Klarheit geschaffen: Die 62-jährige Wahrsagerin Pilar Abel Martínez ist anders als von ihr behauptet nicht die Tochter des berühmten Malers, wie die Salvador-Dalí-Stiftung mitteilte.

Ende Juli war der 1989 verstorbene Surrealist exhumiert worden, um die DNA-Tests vorzunehmen. Bei einem positiven Ergebnis hätte Abel einen Anteil am beträchtlichen Erbe des Künstlers erstreiten können. „Die DNA-Tests beweisen, dass Pilar Abel nicht Dalís Tochter ist“, teilte die Stiftung mit.

Die Salvador-Dalí-Stiftung war erfolglos gegen die Entscheidung einer Richterin vorgegangen, die bereits Ende Juni die DNA-Tests angeordnet hatte. Abel hatte schon vor mehreren Jahren einen Antrag auf einen Vaterschaftstest eingereicht. Ihren Angaben zufolge hatte ihre Mutter eine Liebschaft mit dem Künstler.

Erbe von beträchtlichem Wert

Das Erbe Dalís wurde in seinem Todesjahr 1989 auf 136 Millionen Dollar geschätzt, der Wert dürfte seither deutlich gestiegen sein. Aktuell gehört das gesamte Erbe dem spanischen Staat und wird von der Dalí-Stiftung verwaltet.

Der Surrealist Dalí wurde 1904 in Figueres geboren und starb dort im Alter von 84 Jahren. Er wurde auf eigenen Wunsch in Figueres in seinem „Theater-Museum Dalí“ beigesetzt.

Seine Ehefrau, die „Gala“ genannte Russin Elena Iwanowa Diakonowa, war jahrzehntelang als Muse an seiner Seite. Kinder hatte das Paar keine.

Bilder im Einzelwert von bis zu 16 Millionen Euro

Für sein Bild des französischen Dichters Paul Eluard zahlte ein anonymer Käufer vor sechs Jahren die Rekordsumme von umgerechnet 16 Millionen Euro. „Die Beständigkeit der Erinnerung“, auch „Die zerrinnende Zeit“ oder „Die weichen Uhren“ genannt, das er 1931 mit 27 Jahren malte, ist Dalís wohl bekanntestes Gemälde. Es ist im New Yorker Museum of Modern Art zu sehen.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 06. September 2017 um 19:03 Uhr.

Gewalt gegen Rohyngia: Suu Kyi spricht von „Fake News“

Gewalt gegen Rohingya: Suu Kyi spricht von „Fake News“ | tagesschau.de

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Stand: 06.09.2017 18:18 Uhr

Myanmars De-facto-Regierungschefin Suu Kyi hat die Verantwortung für die Gewaltausbrüche im Westen des Landes zurückgewiesen. Der Konflikt mit der Rohingya-Minderheit werde verzerrt dargestellt – durch einen „riesigen Eisberg von Fehlinformationen“.

Myanmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi beklagte einen „Eisberg an Falschinformationen“. Der Konflikt mit der Rohingya-Minderheit werde verzerrt dargestellt, erklärte sie. Und weiter: Es würden „Fake News Fotos“ zirkulieren, die irgendwo in der Welt, nicht aber in Myanmar aufgenommen worden seien. Für die neue Welle der Gewalt seien „Terroristen“ verantwortlich.

Nach Angaben der Vereinten Nationen flohen seit dem 25. August mindestens 125.000 Angehörige der muslimischen Minderheit Rohingya von Myanmar ins Nachbarland Bangladesch. Geflohene berichteten von Gräueltaten der Sicherheitskräfte Myanmars. Soldaten hätten Feuer in Dörfern gelegt und Angehörige der Rohyngia verbrannt – so steht es in einem Bericht der UN-Agentur „Internationale Organisation für Migration“.

Menschenrechtler warfen der EU und den USA angesichts der Vorfälle Untätigkeit vor. Inzwischen hat die Europäische Union die Gewalt gegen die Rohingya verurteilt. Auch die Kritik an Regierungschefin und Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi wurde immer lauter. Die Vereinten Nationen, Papst Franziskus und Menschenrechtler forderten ein Eingreifen Suu Kyis.

Im Rakhine-Staat gibt es seit 2012 immer wieder Pogrome gegen die Rohingya. Die Behörden im überwiegend buddhistischen Myanmar verweigern der muslimischen Volksgruppe den Status als Minderheit und die Bürgerrechte. Der Konflikt war erneut aufgeflammt, nachdem sich am 25. August eine Rohingya-Miliz zu Angriffen auf Polizei- und Armeeposten bekannt hatte.

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