Die Schleyer-Entführung: Der Terror des “Deutschen Herbstes”

40 Jahre Schleyer-Entführung: Der Terror des “Deutschen Herbstes” | tagesschau.de

tagesschau.de-Logo

Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse:
www.tagesschau.de/inland/raf-schleyer-101.html


Stand: 06.09.2017 00:35 Uhr

1977 wird der Arbeitgeberpräsident Schleyer entführt. Die tagesthemen blicken zurück auf den Auftakt des Terrors der RAF, der das Jahrzehnt der 1970er-Jahre mit prägt. Es ist eine Zeit, die Fragen aufwirft, die heute wieder an Aktualität zu gewinnen scheinen.

Von Christian Feld, WDR

Korrespondent

Aus dem Archiv




Darstellung:

tagesschau.de-Logo

Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse:
www.tagesschau.de/inland/raf-schleyer-101.html



Demografiemanagement: Demografie Exzellenz Award für zukunftsweisende Projekte

Im Mittelpunkt des Demografie Exzellenz Award stehen vorbildliche Programme, Maßnahmen und Produkte oder Dienstleistungen, die helfen, den Blick für die betrieblichen Auswirkungen zu schärfen und dazu beitragen, demografische Herausforderungen zu meistern. Im Beisein der ehemaligen Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth wurden nun die Sieger für ihre Lösungen mit dem Demografie Exzellenz Award 2017 ausgezeichnet. In elf verschiedenen Kategorien erhielten sowohl Unternehmen, als auch Netzwerk-Organisationen und gemeinnützige Einrichtungen die Trophäen. Und sogar Tränen flossen.

Insgesamt wurden im Rahmen der festlichen Gala-Veranstaltung mit 200 geladenen Gästen elf Preise in unterschiedlichen fachlichen Kategorien vergeben. Die ehemalige Familienministerin und Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth betonte in ihrem Grußwort die Vielfalt der Herausforderung im Themenfeld Demografie und lobte die Preisverleihung: „Ich freue mich, dass bei diesem Preis die ganze Bandbreite der Aufgaben gewürdigt wird. In der Politik hätten wir das viel früher tun sollen.“

Als Vertreterin der am Award beteiligten Partner hatte bereits Dr. Sabine Voermans von der Techniker-Krankenkasse auf die Vielfalt und Aktualität des demografischen Wandels hingewiesen. „Wir erleben jeden Tag, wie sich der demografische Wandel auf die Arbeitswelt und das Schicksal jedes einzelnen auswirkt.“

Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung, die in allen Projekten zum Tragen kommt, bestätigte auch Prof. Dr. Bernhard Lorentz von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst&Young in seiner Keynote den anwesenden Nominierten. Er spannte den Bogen von der deutschen Geschichte, die schon immer von Einwanderung geprägt gewesen sei über globale Demografie-Trends bis hin zur Aufgabe im eigenen Unternehmen. „Demografiemanagement ist Zukunftsmanagement“, so sein Fazit.

Gerhard Wiesler, Vorstandsmitglied des Demografie Exzellenz e.V., der von Seiten des Bundesverbandes der Unternehmensberater (BDU) zu den Initiatoren des mittlerweile zum neunten Mal vergebenen Awards zählt, zeigte sich höchst zufrieden mit der Veranstaltung im Berliner Hotel InterContinental. „Wir haben in diesem Jahr die besten Beispiele für Demografiemanagement in die Hauptstadt gebracht.“

Ins gleiche Horn stößt Vorstandskollege Rudolf Kast, der als Vorsitzender des Demografie-Netzwerks ddn ebenfalls zu den Trägern des Awards gehört. „Das Thema Demografiemanagement fängt gerade erst an, seine gesellschaftspolitische Bedeutung zu entfalten.“

Wie sehr die Themen beim Award mit den Herausforderungen der Zeit einhergehen, zeigte sich besonders in der Kategorie „fremd & heimisch“. Hier waren aufgrund der vielen hochkarätigen Einreichungen sogar vier Projekte nominiert. Bei der Überreichung der Award-Trophäe an die Preisträger der Vaude Sport GmbH für das Projekt „Starthilfe für Geflüchtete“ mischten sich Tränen der Freude mit Sorgentränen, denn die meisten der im Unternehmen integrierten Geflüchteten sind mittlerweile von der Abschiebung bedroht.

Ausgezeichnet wurden die folgenden Unternehmen und Organisationen

Vaude Sport GmbH & Co. KG, Tettnang

Kategorie fremd & heimisch (Starthilfe für Geflüchtete)

Diehl Defence GmbH & Co. KG, Überlingen

Kategorie alt & jung (Fünf unterm Firmendach – Maßnahmen für fünf im Unternehmen tätige Generationen)

Joachim Herz Stiftung, Hamburg

Kategorie arbeiten & leben (Neues Arbeitszeitmodell)

Lindera GmbH,
Düsseldorf

Kategorie gesund & glücklich (Mobilitätstest für Senioren)

Gesundheit Nord – Klinikverbund Bremen

Kategorie helfen & coachen (Junior coacht Senior)

Daimler AG,
Stuttgart  

Kategorie wissen & lernen (Einsatz von Smart Glasses zur Unterstützung der arbeitsplatznahen Qualifizierung)

Quali Plus Wertzeit GmbH, Schwerin

Kategorie unternehmen & investieren (Projekt Wertzeit: Begleitung des beruflichen Umstiegs älterer Beschäftigter)

Wege aus der Einsamkeit e.V., Hamburg

Kategorie  innovativ & digital (Projekt „Wir versilbern das Netz“, seniorengerechte Schulungen und kostenfreien Gesprächsrunden für Menschen 65+ zum Umgang mit Smartphones, Tablets, Online-Banking)

Breisgauer Netzwerk,
Bad Krotzingen

Kategorie kommunal & vernetzt (Breisgauer Netzwerk, Netzwerk für demografieorientierte Programme und Schulungsleistungen)

Hessisches Ministerium der Finanzen,
Wiesbaden

Kategorie organisieren & optimieren (Demografielotsensystem zur eine bessere strategische Planung mit regionenbezogener Betrachtung)

Den Nachwuchspreis bekam Lucas Clair für seine Master-Thesis “Einsatz und Gestaltung sozialer Netzwerke im betrieblichen Demografie-Management.”

Persomatch: Jobangebot in der Suchmaschine

1987 geboren und in Gütersloh aufgewachsen, hatte Tristan Niewöhner schon in der Schulzeit erste Geschäftsideen. Nach dem BWL-Studium in Paderborn, Peking und Normal (Illinois) gründete er 2013 mit Freunden „freat“, einen Onlineshop für Liefergastronomie. 2014 wurde er Gründercoach bei TecUP bei Professor Dr. Kabst an der Universität Paderborn, kurz darauf startete er „Loom Technologies“, das Logistiksoftware entwickelt. 2016 verkaufte er seine Loom-Anteile und wurde Entrepreneur in Residence bei der Founders Foundation, Bertelsmann-Stiftung. Hier entstand die Idee für persomatch: eine zentralisierte, googlebasierte Jobsuche.

Die Idee war so logisch und naheliegend, dass es schnell ging: Vom Erkennen der Notwendigkeit einer neuen Form der Jobsuche über die Ausarbeitung bis hin zum Start vergingen nur sechs Monate: Im Dezember 2016 stand die Idee, im Februar 2017 erfolgte die Eintragung ins Handelsregister, im März stiegen Investoren ein – im Mai wurden die ersten Stellenangebote eingestellt.

Gerade für Start-ups und kleinere Unternehmen sind die klassischen Jobportale oft zu aufwendig, zu teuer und vor allem zu dezentral: Welches Jobportal ist das Richtige? Welches wird von wem genutzt? Wer sich für die falsche Plattform entscheidet, verbrennt Kapital. Es wurde deutlich, dass man das Zusammenbringen von Jobsuchenden und -bietenden für alle Branchen radikal vereinfachen und günstiger machen müsste – durch eine einzige, googlebasierte Suche.
Das Ergebnis heißt persomatch. Statt weiterhin verschiedene Plattformen buchen oder durchsuchen zu müssen, werden bei persomatch Jobangebote einmal eingestellt und über die klassische Googlesuche portalunabhängig gefunden. Suchende müssen lediglich bei Google den gesuchten Job (Berufsbezeichnung) und Ort eingeben und das vom Unternehmen bei persomatch eingestellte Angebot erscheint als Anzeige ganz oben im Suchergebnis, noch vor den Zusammenfassungen des vermutlich bald eingeführten Angebots von „Google for Jobs“. persomatch ist extrem einfach und entspricht den Gewohnheiten der Zielgruppe: die Suche von Alltäglichem per Suchmaschine.

Ziel ist es, den gesamten Recruiting- und Bewerbungsprozess immer weiter zu vereinfachen, bis zum Schluss die Bewerbung mit einem Klick möglich ist: Job anbieten, Angebote finden, zusammenkommen. Niemand soll seine Zeit mit der Suche nach Plattformen und deren Anforderung verbringen, sondern mit dem Finden der passenden Stelle beziehungsweise des besten Personals.

Zum einen: Denkt einfach einfach. Es liegt so nahe, eine Suchmaschine für die Suche nach Jobs zu nutzen. Statt immer wieder neue Angebote zu entwickeln, sollten wir schauen, wie wir die bestehenden für Weiterentwicklungen und Optimierungen nutzen können. Reduktion und Vereinfachung wird ein neuer Trend werden, der mit persomatch früh erkannt wurde. Zum anderen: Qualifizierte Mitarbeiter sind ein sehr rares Gut. Wir können es uns schlicht nicht erlauben, beim Wettkampf um die besten Köpfe zu verlieren, nur weil die Jobsuche zu aufwendig ist und gute Leute mit wenig Zeit die Angebote nicht finden.

Weitere Informationen: www.persomatch.de 

Mehr zum Thema: https://www.haufe.de/thema/hr-startup/