Bundesliga: Schalker Doppelschlag schockt Stuttgart

Stuttgarts Comebacker Andreas Beck war verärgert: „Wir waren eigentlich super in der Partie, haben dann aber in der Phase nach dem Wiederbeginn kurz die Kontrolle verloren. Das war entscheidend.“

„Mentalität hat den Ausschlag gegeben“

Schalke-Coach Domenico Tedesco analysierte: „Es waren gute Starts in beide Hälften, in der zweiten Hälfte haben wir das dann zum Glück auch besser genutzt. Wir waren nach dem 1:0 einfach zu passiv, später hat dann die Mentalität den Ausschlag gegeben.“

VfB-Trainer Hannes Wolf gab zu: „In der zweiten Halbzeit haben wir die Zweikämpfe in der letzten Linie nicht mehr gewonnen, vor allem auch gegen Guido Burgstaller. Insgesamt haben wir einiges richtig gemacht, aber es war am Ende gegen den Druck der Schalker zu wenig.“

Meyer in der Startelf

Die Schalker Fans hatten zuvor nicht nur den Abgang ihres Weltmeisters Höwedes beklagt. „70 Millionen ausgegeben, 70 Prozent der Identität verloren“, hieß es auf einem Spruchband an die Adresse von Manager Christian Heidel. Im Kader stehen nur noch fünf Eigengewächse aus der „Knappenschmiede“ – vor drei Jahren hatten noch acht gemeinsam auf dem Feld gestanden. Diesmal waren es nur drei: Vor Torwart Ralf Fährmann besetzte Thilo Kehrer die rechte Außenbahn, in der Offensive durfte U21-Europameister Max Meyer, der seinen Abschied im nächsten Sommer angekündigt hat, erstmals von Beginn an die Fäden ziehen.

Beim VfB fehlte der verletzte Ex-Nationalspieler Holger Badstuber – und schon in der Anfangsphase war die Abwehr unsortiert: Orel Mangala traf nach nur 90 Sekunden im Strafraum Harit am Fuß, Schiedsrichter Frank Willenborg befragte den Videoassistenten, der auf Elfmeter entschied. Bentaleb verwandelte mit einer gehörigen Portion Glück, weil Zieler noch die Hände am Ball hatte.

Stuttgart drängt Schalke weit zurück

Nach der Führung zogen sich die Gastgeber unverständlicherweise weit zurück und überließen dem Aufsteiger die Initiative. Phasenweise spielte sich das Geschehen komplett in der Schalker Hälfte ab, die Zuschauer begannen zu murren. Ein Kopfball von Benjamin Pavard (20.) und ein Drehschuss von Simon Terodde (38.) verfehlten noch das Tor. Doch noch vor der Pause gelang Akolo nach Flanke des starken Josip Brekalo der verdiente Ausgleich für die Schwaben.

Für Meyer und Bentaleb war nach der Pause Schluss, Tedesco schickte Daniel Caligiuri und Burgstaller aufs Feld – mit Erfolg. Nach einem Freistoß von Bastian Oczipka traf erst Naldo, wenig später der österreichische Torjäger Burgstaller, der wegen einer Prellung zunächst auf der Bank gesessen hatte.

Die Schalker müssen nun am kommenden Samstag (16.09.07) beim SV Werder Bremen antreten. Stuttgart hat zeitgleich den VfL Wolfsburg zu Gast.

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