Tschechischer Arbeitsmarkt setzt Maßstäbe

Kein anderes EU-Land hat eine so niedrige Arbeitslosigkeit wie Tschechien, auch in Konjunkturabschwüngen zeigte sich der Arbeitsmarkt unseres Nachbarlands erstaunlich robust. Dies hat vielfältige Ursachen: So verfügt Tschechien über ein sehr leistungsfähiges Bildungssystem und ein starkes Verarbeitendes Gewerbe, welches eine Vielzahl von Arbeitskräften zu beschäftigen vermag. Auch die deutlich gestiegenen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung machen sich bezahlt.

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Städtische Gewalt: Ansätze zur Prävention

Entwicklungspolitik Kompakt

In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern gelten Städte als Motor wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung und üben daher eine enorme Anziehungskraft auf Menschen aus ihrem Einzugsbereich aus. Die Realität sieht häufig anders aus: Viele Zugezogene sind in den Städten nicht nur mit Armut, sondern auch mit Gewalt, Unsicherheit und Rechtslosigkeit konfrontiert.

Die aktuelle Ausgabe von Entwicklungspolitik Kompakt diskutiert die Ursachen städtischer Gewalt und zeigt mögliche Handlungsansätze für die Entwicklungszusammenarbeit auf, die zur Prävention und Eindämmung von Gewalt in Städten beitragen.

Städtische Gewalt: Ansätze zur Prävention

Erschwinglicher Wohnraum für Indonesien


Verena Housing Indonesia DEG

Indonesiens Wirtschaft wächst seit Jahren. Doch viele der 248 Millionen Einwohner des Inselstaates leben unter prekären Bedingungen. Grade in den Städten fehlt es an erschwinglichen Wohnraum. Mehr als 20 Prozent der urbanen Bevölkerung lebt in Slums.

Jetzt beteiligt sich die DEG an der indonesischen PT Verena Multi Finance Tbk und erwirbt 20 Prozent an der Gesellschaft. Verena wird damit einen neuen Geschäftszweig aufbauen und Bauunternehmen zwischenfinanzieren, die Wohnhäuser im Rahmen des staatlichen Programms "one million houses" errichten. Die Häuser entstehen vor allem in Ballungszentren und sind alle ähnlich konzeptioniert: 36 Quadratmeter für eine Familie – klein aber komfortabel und mit einem Kaufpreis von rund 10.000 EUR auch für ärmere Bevölkerungsschichten erschwinglich.

Finanzierungslösungen für kleine und mittlere Unternehmen

Mit der DEG-Finanzierung kann Verena außerdem ihr Geschäft im KMU-Bereich weiter ausbauen. So bietet die Bank vor allem Lösungen für die Finanzierung von Equipment und Fahrzeugen. Ihre KMU-Kunden sind hauptsächlich Familienunternehmen im Handel und im handwerklichen Kleingewerbe. Verena plant zudem, das Filialnetzwerk zu vergrößern, um so auch Unternehmen in bislang unterversorgten Regionen zu erreichen.

Die DEG unterstützt das Finanzinstitut zudem dabei, das bereits umfassende Qualifizierungsangebot für die Mitarbeiter noch weiter auszubauen und zu modernisieren. Mit ihren Business Support Services fördert die DEG zudem die Entwicklung eines Umwelt- und Sozialmanagementsystems.

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Deutscher Engagementpreis: Jetzt für die DEG abstimmen.


Die DEG ist 2017 von der Stadt Köln für ihre langjährige Teilnahme an den Kölner FreiwilligenTagen für den Deutschen Engagementpreis nominiert worden. Der Preis gilt als deutschlandweit wichtigste Würdigung für bürgerschaftliches Engagement. Dank des ehrenamtlichen Engagements der DEG-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter konnten zum Beispiel Senioren bei einem Besuch im Kölner Zoo begleitet oder Räume in Kölner Schulen renoviert werden. Anfang September hat die Jury getagt und in fünf Kategorien Preisträger ausgewählt.

Jetzt geht es um den Publikumspreis: Das Online-Voting findet noch bis 20. Oktober statt.
Machen Sie mit: Hier können Sie direkt für die DEG abstimmen.

Die Sieger der fünf Kategorien und des Publikumspreises werden offiziell bei einer Preisverleihung am 5. Dezember 2017 in Berlin bekannt gegeben und ausgezeichnet.

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Flughafen-Feuerwehr in Ruanda trainiert unter realen Bedingungen


Am Kigali International Airport, Ruanda, ist am 1. September 2017 eine realistisch gestaltete Brandsimulationsanlage der Lübecker Medizin- und Sicherheitstechnik-Firma Dräger in Betrieb gegangen. Gefördert wird das Vorhaben von der DEG, die 50 Prozent der Summe mit Mitteln des develoPPP.de-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) kofinanziert. Das Gesamtvolumen liegt bei 1 Mio. EUR.

Mit gut trainierten Feuerwehrleuten internationale Flugstandards erfüllen

„Ziel ist die Aus- und Weiterbildung von Feuerwehrleuten und damit die Weitergabe von Expertise direkt in die Region“, erläutert Dr. Asmus Figge, Projektmanager bei Dräger. Entwicklungspolitisch bedeutsam ist, dass die Zivilluftfahrtbehörde Ruandas künftig die hohen Brandschutzstandards der International Civil Aviation Organization (ICAO) erfüllen wird. „Die Rwanda Civil Aviation Authority wird langfristig neue Arbeitsplätze schaffen und Einnahmen erwirtschaften“, erwartet Ricarda Horst, Senior Investment Managerin bei der DEG.

Langfristig entstehen neue Arbeitsplätze

Der Kigali International Airport wird so Zentrum für die Aus- und Weiterbildung von Aircraft Rescue and Fire Fighters (Feuerwehrleute und Ersthelfer) in Ostafrika. Jährlich bis zu 300 Feuerwehrleute von Flughäfen in den umliegenden Ländern sollen ihre so genannte „Heißausbildung“ in der Brandsimulationsanlage absolvieren. Die Übungsanlage ist einem Flugzeug nachempfunden und misst 3,9 m x 8,6 m x 6 m. Damit ist ein Trainig unter nahezu realen Bedingungen möglich. Zunächst führt die Firma Strategic Fire Solutions GbR aus Dresden die Trainings an der Brandsimulationsanlage durch. Dräger bildet fünf Trainer selbst aus, die zukünftig die Leitung der Ausbildung übernehmen.

Kigali International Airport hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen internationalen Flughafen entwickelt. Das liegt zum einen am wirtschaftlichen Aufschwung und zum anderen am wachsenden Tourismus in der Region.

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Gründungen durch Migranten: Gründungsfreude trifft Ambition

Volkswirtschaft Kompakt

Jeder fünfte Gründer in Deutschland ist Ausländer oder eingebürgert. Mit 139.000 Gründungen durch Migranten ist die Zahl 2016 so niedrig wie noch nie seit Erhebung des Wertes im Jahr 2009 und spiegelt den historischen Tiefstand der gesamten Gründungs­tätigkeit wider. „Bei Existenz­gründungen durch Migranten sind Akademiker eine treibende Kraft“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Akademische Gründer sind bei Migranten nicht nur wachstums­orientierter, sondern auch bestandsfester. Das ist eine Erfolg versprechende Kombination.“

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Presseerklärung

Browsermarkt: Anteil von Microsoft Edge stagniert bei unter 6 Prozent

Seit Januar verbessert sich der Browser lediglich um 0,17 Punkte. Nur rund ein Fünftel der Windows-10-Nutzer verwendet den neuen Microsoft-Browser. Von dem Trend profitieren vor allem Chrome und Firefox.

Net Applications hat seine Statistik für den weltweiten Browsermarkt aktualisiert. Demnach griffen im Juni nur etwa 5,65 Prozent aller Nutzer mit Microsofts neuem Browser Edge auf das Internet zu. Gegenüber dem Vormonat verbesserte er sich lediglich um 0,03 Prozentpunkte. Seit Januar beträgt das Wachstum magere 0,17 Punkte.

Windows 10: Edge (Bild: ZDNet.de)Zum Vergleich, der „alte“ Microsoft-Browser Internet Explorer gab in diesem Zeitraum 2,87 Prozentpunkte ab. Im Juni lag sein Marktanteil bei 16,84 Prozent. Die 5,65 Prozent Marktanteil für Edge bedeuten aber auch, dass nur rund ein Fünftel der Nutzer von Windows 10 den voreingestellten Browser Edge verwendet. 79 Prozent der Windows-10-Nutzer wechseln indes zu einem anderen Browser.

Davon profitierte auch im Juni Google Chrome. Mit 59,49 Prozent erzielte er zwar nur ein Plus von 0,13 Punkten gegenüber dem Vormonat, das erste Halbjahr bescherte Chrome jedoch ein Wachstum von mehr als 3 Prozentpunkten.

Auch der Aufwärtstrend von Mozilla Firefox hält an. Im Juni kletterte der Anteil des Open-Source-Browsers um 0,18 Punkte auf 11,98 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beläuft sich das Plus sogar auf 4 Punkte. Schlechter als Edge schnitten lediglich Safari und Opera ab. Der Apple-Browser kam auf 3,72 Prozent, Opera auf 1,25 Prozent.

StatCounter, das ein anderes Messverfahren als Net Applications verwendet, sieht Edge im Juni bei lediglich 3,89 Prozent. In seiner Statistik führt Chrome mit 63,21 Prozent vor Firefox (14 Prozent), Internet Explorer (9,28 Prozent) und Safari (5,16 Prozent).

In Deutschland ergibt sich laut StatCounter ein völlig anderes Bild. Hier führt Firefox mit 35,32 Prozent knapp vor Chrome, der im Juni auf 34,17 Prozent kommt. Mit dem Internet Explorer griffen im vergangenen Monat 11,73 Prozent der deutschen Nutzer auf das Internet zu. Safari liegt zudem mit 7,36 Prozent vor Edge, der sich 6,23 Prozent sicherte.

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US-Behörden hören mit einem Gerichtsbeschluss 3,29 Millionen Telefonate ab

Die Aktion dient der Überwachung von 26 Personen. Gegen sie wird wegen Drogenvergehen ermittelt. Die Kosten der Abhörmaßnahmen belaufen sich auf 335.000 Dollar. Am Ende finden die Ermittler keinerlei Beweise für ein kriminelles Verhalten.

US-Behörden haben im vergangenen Jahr mit einem einzigen Gerichtsbeschluss 3,29 Millionen Telefonate abgefangen und aufgezeichnet. Die Abhörgenehmigung wurde im Rahmen von bundesweiten Ermittlungen im Zusammenhang mit Drogenvergehen erteilt. Ziel war es, die Aktivitäten von 26 verdächtigen Personen im US-Bundesstaat Pennsylvania zu verfolgen.

Telefon (Bild: Telefon (Bild: Shutterstock/razihusin)Die Anrufe wurden in einem Zeitraum von rund zwei Monaten mitgeschnitten. Die Kosten der Abhörmaßnahmen beliefen sich auf 335.000 Dollar. Zwar wurden rund zwölf Personen verhaftet, aber keiner der Tatverdächtigen wurde angeklagt oder gar verurteilt. Unter anderem lieferte das Abhören der Telefonanrufe keinerlei Beweise für ein kriminelles Verhalten.

Die Details zu den Ermittlungen stammen aus dem jährlichen Abhörbericht der US-Gerichte, der in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde. Über den Fall an sich ist indes nur wenig bekannt, da die zugehörigen Akten offenbar noch unter Verschluss sind. Unklar ist beispielsweise, wie viele US-Bürger von den Abhörmaßnahmen betroffen waren. Anhand der Zahl der aufgezeichneten Gespräche soll es allerdings eine der größten Abhöraktionen von US-Behörden der vergangenen Jahre gewesen sein.

Der Rechtsanwalt Albert Gildari, der am Center for Internet and Society der Stanford Law School lehrt, kritisierte die Ermittlungen scharf. „Sie haben ein Vermögen ausgegeben, um 26 Personen zu verfolgen und drei Millionen Gespräche aufzunehmen und offenbar haben sie gar nichts“, sagte der Jurist. „Ich würde gerne die mutmaßliche eidesstattliche Erklärung dafür sehen und frage mich, was sich das Gericht während der zehntätigen Beratungen überlegt hat.“

Das Ergebnis der Ermittlungen sei indes nicht überraschend. Generell sei nur ein sehr, sehr kleiner Prozentsatz der Telefongespräche belastend. Außerdem führe nur ein sehr, sehr kleiner Prozentsatz zu einer Verurteilung.

[mit Material von Zack Whittaker, ZDNet.com]

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Von Software Defined bis Composable – Neue Architekturansätze im Datacenter

Im Audio-Webinar am 5. Juli 2017 um 11 Uhr erläutert Florian Bettges von HPE wie Unternehmen von hybriden IT-Konzepten profitieren können. Dabei geht er auf die Vorteile der einzelnen Ansätze ein und stellt Konzepte vor, wie die unterschiedlichen Ansätze in Zukunft in hybriden IT-Konzepten ineinander fließen.

iPhone 8 mit LCD, iPhone X mit OLED ab 1.149 Euro

Schmale Rahmen, OLED-Display, sechs Kerne – nur das teure iPhone X bietet das, das iPhone 8 ist dafür günstiger. Und schneller lieferbar. Insgesamt gibt es drei neue iPhones. Alle Neuerungen von Apples wichtigstem Produkt im Überblick.

Wie erwartet hat Apple in seiner neuen Firmenzentrale in Cupertino die nächste Generation der iPhones vorgestellt. Für Fans der Marke gilt ab sofort eine Zwei-Klassen-Gesellschaft: Man muss sich zwischen dem mit moderner Technik vollgestopften iPhone X entscheiden, oder sich mit dem billigeren iPhone 8 begnügen, das nur moderat aktualisiert wurde. In den letzten beiden Jahren unterschieden sich die Geräte vor allem durch die Größe, das iPhone 7 Plus bot zusätzlich noch eine Doppelkamera.

iPhone-X-Aufloesung (Screenshot: ZDNet.de)

Das iPhone X – der Name deutet auf das 10-jährige Jubiläum des Smartphones hin und wird auch „Ten“ ausgesprochen – ist Apples erstes Handy mit OLED-Bildschirm. Drei Generationen nach Samsung zieht Apple nun mit dem Konkurrenten in der Displaytechnik gleich. OLEDs benötigen keine eigene Beleuchtung, bieten völlig schwarzes Schwarz und sind blickwinkelstabil, aber auch in der Herstellung teurer als LCDs. Das Display im iPhone X hat eine Auflösung von 2436 x 1125 Pixeln, was 458 ppi entspricht, die Diagonale beträgt 5,8 Zoll. Besonders ist auch die Unterstützung von HDR10 sowie Dolby Vision für erweiterte Farbräume.

iPhone-X-Verfuegbarkeit

Eingefasst wird der Bildschirm von einem sehr schmalen Rahmen. Der typische Guckkasten-Look, der die iPhones seit zehn Jahren typisierte, ist Geschichte. Das Display ist zwar nicht wie beim Trendsetter Galaxy S8 an den langen Seiten um das Gehäuse geführt, aber an den Schmalseiten gibt es weniger Rahmen als beim Samsung-Smartphone. Diese Umrandung ist aus Edelstahl ausgeführt, was etwas an frühere iPods erinnert. Lautsprecher, Frontkamera und der neuartige Infrarotscanner für die 3D-Gesichtserkennung namens Face-ID müssen aber trotzdem irgendwo Platz finden. Daher hat das Display oben eine Aussparung des nutzbaren Bereichs. Dort sitzen die Elemente, die sich bisher im Rahmen befanden. Apple nutzt die beiden Teile links und rechts der Sensoren für getrennte Benachrichtigungsfelder.

iPhone-X-Sensoren

Einen Fingerabdruckscanner und auch den Home-Button gibt es nicht mehr. Ersterer wird durch den 3D-Scanner ersetzt, damit lässt sich das Gerät entsperren und Apple-Pay nutzen.  Die Startseite des iPhone X lässt sich nun nicht mechanisch, sondern mit einer Geste aufrufen. Dafür muss der Anwender vom unteren Rahmen nach oben wischen. Ebenso, mit einer kleinen Pause nach der Bewegung, lassen sich die laufenden Apps aufrufen. Zur Laufzeit des Akkus oder gar dessen Kapazität macht Apple traditionell bisher keine Angaben.

iPhone-X-Face-ID-Face-Detection

Beim Prozessor ist die Lage klarer: Der neue A11 Bionic hat ähnlich dem Big-Little-Konzept von ARM – auf deren 64-Bit-Architektur er weiterhin basiert – zwei große und vier kleine Kerne. Die großen sind für anspruchsvolle, rechenintensive Anwendungen wie Spiele und Medienbearbeitung vorgesehen und schneller als die kleineren. Dafür benötigen sie aber auch mehr Energie. Bei Alltagsaufgaben wie der Medienwiedergabe und dem Browsen springen nur die vier kleinen Kerne an. Ist besonders viel zu tun, sind alle sechs Kerne aktiv.

iPhone-X-A11-Bionic-Features

Die kleinen sind laut Apple 70 Prozent schneller als die des A10, die großen ebenfalls. Der Chip besteht aus 4,3 Milliarden Transistoren. Nur zum Vergleich: Das entspricht einer 2014 erschienenen Xeon-CPU von Intel für Server mit 15 Kernen. Spezielle, in der Hardware befindliche Funktionen sollen für die Gesichtserkennung sorgen, Apple deutet damit neurale Netze an, und nennt sie auch „neural“. Die GPU soll auch neu designt sein, wie viel schneller sie ist, sagte Apple nicht.

iPhone-8-Kamera: 12 Megapixel, f/1.8, f/2.8 (Screenshot: ZDNet.de)

Die Sensoren der Zwillingskameras haben 12 Megapixel samt einer optischen Bildstabilisierung, die Anfangsblendenöffnung beträgt f1,8 und f2,4. Schon bei der Motivauswahl, also vor der Aufnahme, kann man mit der Software den Look anpassen, eine Vorschau in Echtzeit erleichtert das. Ein Beispiel ist „Studio Light“, das gezielt Gesichter aufhellen kann.

iPhone-8-Kamera: Portrait (Screenshot: ZDNet.de)

Ein neuer Videocontroller sorgt dafür, dass Full-HD-Videos mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden können. Das eignet sich gut für Zeitlupen, auch in der Nachbearbeitung. Für Augmented Reality gibt es ein Gyroskop und einen Motion-Tracker. Die Kameraaufnahme der wirklichen Welt kann mit den digitalen Objekten bei 60 Bildern pro Sekunde kombiniert werden. Eine nette Spielerei: Die Kombination mit dem Gesichtsscanner ermöglicht animierte Emojis, die sich auch in Chats verwenden lassen. Der Nutzer kann so seinen eigenen Avatar für sich sprechen lassen. Niedliche Tiere, aber auch einen ebenso nett aussehenden Exkrementhaufen liefert Apple mit.

iPhone-X-Snapchat-Maske

Die Neuerungen des iPhone 8 mit 4,7-Zoll-Display und iPhone 8 Plus mit 5,5 Zoll fallen weit weniger deutlich aus. Bei diesen Geräten gibt es zwar auch das A11-Bionic-SoC, aber weiterhin ein LCD und das klassische Design mit vergleichsweise breiten Rahmen und Home-Button. Die Dual-Kamera ist beim Plus-Modell vorhanden, die Tele-Linse bietet aber nur f2,8 statt f2,4 wie beim iPhone X. Die erweiterten Funktionen wie Studio Light und Portrait Mode zum automatischen Freistellen bei Selfies bietet nur das Plus-Modell, dem iPhone 8 ohne Plus fehlt die zweite Kamera dafür.

iPhone-X-Air-Power-2

Gemeinsam ist allen neuen iPhones die Möglichkeit für drahtloses Laden nach dem Qi-Standard. Dafür will Apple auch eine eigene Ladematte namens Air Power auf den Markt bringen. Ebenso sind die Apple-Smartphones wie bisher gegen Staub und Spritzwasser geschützt.

Das iPhone 8 soll ab dem 22. September geliefert werden und in der kleinsten Ausstattung mit 64 GByte 799 Euro kosten. Das Plus-Modell mit 64 GByte kostet 909 Euro. Erst ab dem 27. Oktober ist laut Apple das iPhone X vorbestellbar, verfügbar soll es ab dem 3. November sein, es kostet mit 64 GByte 1149 Euro. Für 256 GByte sind 1.319 Euro gefordert. Anders ausgedrückt: Für ein großes iPhone X gib es zwei Samsung Galaxy S8+.

iPhone-X-Zusammenfassung

Apple Watch Series 3 unterstützt LTE

Die neue Apple Watch Series 3 ist trotz LTE-Unterstützung nicht größer geworden. Außerdem bietet sie einen um 70 Prozent schnelleren Dual-Core-Prozessor, der nun auch eine Sprachausgabe von Siri erlaubt.

Apple hat im Rahmen eines Presse-Events im neuen Steve Jobs Theatre am Firmensitz in Cupertino eine neue Smartwatch vorgestellt. Apple Watch Series 3 bietet wie erwartet Unterstützung für LTE. Damit lässt sich die Uhr auch zum Telefonieren nutzen. Allerdings gibt es die neue Smartwatch auch ohne LTE. Mit LTE kostet sie in den USA 399 Dollar, ohne 329 Dollar.

Apple Watch Series 3 (Screenshot: ZDNet.de)

Die Series-1-Varianten bleiben für 249 Dollar im Programm. Die Apple Watch Series 2 scheint hingegen nicht mehr angeboten zu werden. Das neue Modell kann ab dem 15- September vorbestellt werden. Eine Woche später soll sie allgemein verfügbar sein.

Das Display der LTE-Variante fungiert dabei als Antenne. Für die Kommunikation mit einem Mobilfunknetz hat Apple eine eSIM integriert. Die Uhr soll über die gleiche Nummer wie das iPhone erreichbar sein.

In einer Demo funktionierte die Telefonfunktion recht gut. Dazu wurde ein Gespräch mit einer Person auf einem See geführt, die sich mit einem Surfbrett per Paddel fortbewegte. Trotz dieser Aktion war ihre Stimme gut zu hören.

Apple Watch Series 3 (Screenshot: ZDNet.de)

Die neue Apple Watch Series 3 ist mit einem 70 Prozent schnelleren Dual-Core-Prozessor ausgestattet, sodass sie neue Funktionen bietet. Siri verfügt nun auch auf der Smartwatch über eine Sprachausgabe.

Wie Apple außerdem mitteilte, ist die Apple Watch nun die meistverkaufte Uhr der Welt. Apple setze mehr Uhren ab als Cartier, Fossil, Omega oder Rolex. 97 Prozent der Kunden sind laut Apple mit ihrer Apple Watch zufrieden.