US-Behörden hören mit einem Gerichtsbeschluss 3,29 Millionen Telefonate ab

Die Aktion dient der Überwachung von 26 Personen. Gegen sie wird wegen Drogenvergehen ermittelt. Die Kosten der Abhörmaßnahmen belaufen sich auf 335.000 Dollar. Am Ende finden die Ermittler keinerlei Beweise für ein kriminelles Verhalten.

US-Behörden haben im vergangenen Jahr mit einem einzigen Gerichtsbeschluss 3,29 Millionen Telefonate abgefangen und aufgezeichnet. Die Abhörgenehmigung wurde im Rahmen von bundesweiten Ermittlungen im Zusammenhang mit Drogenvergehen erteilt. Ziel war es, die Aktivitäten von 26 verdächtigen Personen im US-Bundesstaat Pennsylvania zu verfolgen.

Telefon (Bild: Telefon (Bild: Shutterstock/razihusin)Die Anrufe wurden in einem Zeitraum von rund zwei Monaten mitgeschnitten. Die Kosten der Abhörmaßnahmen beliefen sich auf 335.000 Dollar. Zwar wurden rund zwölf Personen verhaftet, aber keiner der Tatverdächtigen wurde angeklagt oder gar verurteilt. Unter anderem lieferte das Abhören der Telefonanrufe keinerlei Beweise für ein kriminelles Verhalten.

Die Details zu den Ermittlungen stammen aus dem jährlichen Abhörbericht der US-Gerichte, der in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde. Über den Fall an sich ist indes nur wenig bekannt, da die zugehörigen Akten offenbar noch unter Verschluss sind. Unklar ist beispielsweise, wie viele US-Bürger von den Abhörmaßnahmen betroffen waren. Anhand der Zahl der aufgezeichneten Gespräche soll es allerdings eine der größten Abhöraktionen von US-Behörden der vergangenen Jahre gewesen sein.

Der Rechtsanwalt Albert Gildari, der am Center for Internet and Society der Stanford Law School lehrt, kritisierte die Ermittlungen scharf. „Sie haben ein Vermögen ausgegeben, um 26 Personen zu verfolgen und drei Millionen Gespräche aufzunehmen und offenbar haben sie gar nichts“, sagte der Jurist. „Ich würde gerne die mutmaßliche eidesstattliche Erklärung dafür sehen und frage mich, was sich das Gericht während der zehntätigen Beratungen überlegt hat.“

Das Ergebnis der Ermittlungen sei indes nicht überraschend. Generell sei nur ein sehr, sehr kleiner Prozentsatz der Telefongespräche belastend. Außerdem führe nur ein sehr, sehr kleiner Prozentsatz zu einer Verurteilung.

[mit Material von Zack Whittaker, ZDNet.com]

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Von Software Defined bis Composable – Neue Architekturansätze im Datacenter

Im Audio-Webinar am 5. Juli 2017 um 11 Uhr erläutert Florian Bettges von HPE wie Unternehmen von hybriden IT-Konzepten profitieren können. Dabei geht er auf die Vorteile der einzelnen Ansätze ein und stellt Konzepte vor, wie die unterschiedlichen Ansätze in Zukunft in hybriden IT-Konzepten ineinander fließen.

iPhone 8 mit LCD, iPhone X mit OLED ab 1.149 Euro

Schmale Rahmen, OLED-Display, sechs Kerne – nur das teure iPhone X bietet das, das iPhone 8 ist dafür günstiger. Und schneller lieferbar. Insgesamt gibt es drei neue iPhones. Alle Neuerungen von Apples wichtigstem Produkt im Überblick.

Wie erwartet hat Apple in seiner neuen Firmenzentrale in Cupertino die nächste Generation der iPhones vorgestellt. Für Fans der Marke gilt ab sofort eine Zwei-Klassen-Gesellschaft: Man muss sich zwischen dem mit moderner Technik vollgestopften iPhone X entscheiden, oder sich mit dem billigeren iPhone 8 begnügen, das nur moderat aktualisiert wurde. In den letzten beiden Jahren unterschieden sich die Geräte vor allem durch die Größe, das iPhone 7 Plus bot zusätzlich noch eine Doppelkamera.

iPhone-X-Aufloesung (Screenshot: ZDNet.de)

Das iPhone X – der Name deutet auf das 10-jährige Jubiläum des Smartphones hin und wird auch „Ten“ ausgesprochen – ist Apples erstes Handy mit OLED-Bildschirm. Drei Generationen nach Samsung zieht Apple nun mit dem Konkurrenten in der Displaytechnik gleich. OLEDs benötigen keine eigene Beleuchtung, bieten völlig schwarzes Schwarz und sind blickwinkelstabil, aber auch in der Herstellung teurer als LCDs. Das Display im iPhone X hat eine Auflösung von 2436 x 1125 Pixeln, was 458 ppi entspricht, die Diagonale beträgt 5,8 Zoll. Besonders ist auch die Unterstützung von HDR10 sowie Dolby Vision für erweiterte Farbräume.

iPhone-X-Verfuegbarkeit

Eingefasst wird der Bildschirm von einem sehr schmalen Rahmen. Der typische Guckkasten-Look, der die iPhones seit zehn Jahren typisierte, ist Geschichte. Das Display ist zwar nicht wie beim Trendsetter Galaxy S8 an den langen Seiten um das Gehäuse geführt, aber an den Schmalseiten gibt es weniger Rahmen als beim Samsung-Smartphone. Diese Umrandung ist aus Edelstahl ausgeführt, was etwas an frühere iPods erinnert. Lautsprecher, Frontkamera und der neuartige Infrarotscanner für die 3D-Gesichtserkennung namens Face-ID müssen aber trotzdem irgendwo Platz finden. Daher hat das Display oben eine Aussparung des nutzbaren Bereichs. Dort sitzen die Elemente, die sich bisher im Rahmen befanden. Apple nutzt die beiden Teile links und rechts der Sensoren für getrennte Benachrichtigungsfelder.

iPhone-X-Sensoren

Einen Fingerabdruckscanner und auch den Home-Button gibt es nicht mehr. Ersterer wird durch den 3D-Scanner ersetzt, damit lässt sich das Gerät entsperren und Apple-Pay nutzen.  Die Startseite des iPhone X lässt sich nun nicht mechanisch, sondern mit einer Geste aufrufen. Dafür muss der Anwender vom unteren Rahmen nach oben wischen. Ebenso, mit einer kleinen Pause nach der Bewegung, lassen sich die laufenden Apps aufrufen. Zur Laufzeit des Akkus oder gar dessen Kapazität macht Apple traditionell bisher keine Angaben.

iPhone-X-Face-ID-Face-Detection

Beim Prozessor ist die Lage klarer: Der neue A11 Bionic hat ähnlich dem Big-Little-Konzept von ARM – auf deren 64-Bit-Architektur er weiterhin basiert – zwei große und vier kleine Kerne. Die großen sind für anspruchsvolle, rechenintensive Anwendungen wie Spiele und Medienbearbeitung vorgesehen und schneller als die kleineren. Dafür benötigen sie aber auch mehr Energie. Bei Alltagsaufgaben wie der Medienwiedergabe und dem Browsen springen nur die vier kleinen Kerne an. Ist besonders viel zu tun, sind alle sechs Kerne aktiv.

iPhone-X-A11-Bionic-Features

Die kleinen sind laut Apple 70 Prozent schneller als die des A10, die großen ebenfalls. Der Chip besteht aus 4,3 Milliarden Transistoren. Nur zum Vergleich: Das entspricht einer 2014 erschienenen Xeon-CPU von Intel für Server mit 15 Kernen. Spezielle, in der Hardware befindliche Funktionen sollen für die Gesichtserkennung sorgen, Apple deutet damit neurale Netze an, und nennt sie auch „neural“. Die GPU soll auch neu designt sein, wie viel schneller sie ist, sagte Apple nicht.

iPhone-8-Kamera: 12 Megapixel, f/1.8, f/2.8 (Screenshot: ZDNet.de)

Die Sensoren der Zwillingskameras haben 12 Megapixel samt einer optischen Bildstabilisierung, die Anfangsblendenöffnung beträgt f1,8 und f2,4. Schon bei der Motivauswahl, also vor der Aufnahme, kann man mit der Software den Look anpassen, eine Vorschau in Echtzeit erleichtert das. Ein Beispiel ist „Studio Light“, das gezielt Gesichter aufhellen kann.

iPhone-8-Kamera: Portrait (Screenshot: ZDNet.de)

Ein neuer Videocontroller sorgt dafür, dass Full-HD-Videos mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden können. Das eignet sich gut für Zeitlupen, auch in der Nachbearbeitung. Für Augmented Reality gibt es ein Gyroskop und einen Motion-Tracker. Die Kameraaufnahme der wirklichen Welt kann mit den digitalen Objekten bei 60 Bildern pro Sekunde kombiniert werden. Eine nette Spielerei: Die Kombination mit dem Gesichtsscanner ermöglicht animierte Emojis, die sich auch in Chats verwenden lassen. Der Nutzer kann so seinen eigenen Avatar für sich sprechen lassen. Niedliche Tiere, aber auch einen ebenso nett aussehenden Exkrementhaufen liefert Apple mit.

iPhone-X-Snapchat-Maske

Die Neuerungen des iPhone 8 mit 4,7-Zoll-Display und iPhone 8 Plus mit 5,5 Zoll fallen weit weniger deutlich aus. Bei diesen Geräten gibt es zwar auch das A11-Bionic-SoC, aber weiterhin ein LCD und das klassische Design mit vergleichsweise breiten Rahmen und Home-Button. Die Dual-Kamera ist beim Plus-Modell vorhanden, die Tele-Linse bietet aber nur f2,8 statt f2,4 wie beim iPhone X. Die erweiterten Funktionen wie Studio Light und Portrait Mode zum automatischen Freistellen bei Selfies bietet nur das Plus-Modell, dem iPhone 8 ohne Plus fehlt die zweite Kamera dafür.

iPhone-X-Air-Power-2

Gemeinsam ist allen neuen iPhones die Möglichkeit für drahtloses Laden nach dem Qi-Standard. Dafür will Apple auch eine eigene Ladematte namens Air Power auf den Markt bringen. Ebenso sind die Apple-Smartphones wie bisher gegen Staub und Spritzwasser geschützt.

Das iPhone 8 soll ab dem 22. September geliefert werden und in der kleinsten Ausstattung mit 64 GByte 799 Euro kosten. Das Plus-Modell mit 64 GByte kostet 909 Euro. Erst ab dem 27. Oktober ist laut Apple das iPhone X vorbestellbar, verfügbar soll es ab dem 3. November sein, es kostet mit 64 GByte 1149 Euro. Für 256 GByte sind 1.319 Euro gefordert. Anders ausgedrückt: Für ein großes iPhone X gib es zwei Samsung Galaxy S8+.

iPhone-X-Zusammenfassung

Apple Watch Series 3 unterstützt LTE

Die neue Apple Watch Series 3 ist trotz LTE-Unterstützung nicht größer geworden. Außerdem bietet sie einen um 70 Prozent schnelleren Dual-Core-Prozessor, der nun auch eine Sprachausgabe von Siri erlaubt.

Apple hat im Rahmen eines Presse-Events im neuen Steve Jobs Theatre am Firmensitz in Cupertino eine neue Smartwatch vorgestellt. Apple Watch Series 3 bietet wie erwartet Unterstützung für LTE. Damit lässt sich die Uhr auch zum Telefonieren nutzen. Allerdings gibt es die neue Smartwatch auch ohne LTE. Mit LTE kostet sie in den USA 399 Dollar, ohne 329 Dollar.

Apple Watch Series 3 (Screenshot: ZDNet.de)

Die Series-1-Varianten bleiben für 249 Dollar im Programm. Die Apple Watch Series 2 scheint hingegen nicht mehr angeboten zu werden. Das neue Modell kann ab dem 15- September vorbestellt werden. Eine Woche später soll sie allgemein verfügbar sein.

Das Display der LTE-Variante fungiert dabei als Antenne. Für die Kommunikation mit einem Mobilfunknetz hat Apple eine eSIM integriert. Die Uhr soll über die gleiche Nummer wie das iPhone erreichbar sein.

In einer Demo funktionierte die Telefonfunktion recht gut. Dazu wurde ein Gespräch mit einer Person auf einem See geführt, die sich mit einem Surfbrett per Paddel fortbewegte. Trotz dieser Aktion war ihre Stimme gut zu hören.

Apple Watch Series 3 (Screenshot: ZDNet.de)

Die neue Apple Watch Series 3 ist mit einem 70 Prozent schnelleren Dual-Core-Prozessor ausgestattet, sodass sie neue Funktionen bietet. Siri verfügt nun auch auf der Smartwatch über eine Sprachausgabe.

Wie Apple außerdem mitteilte, ist die Apple Watch nun die meistverkaufte Uhr der Welt. Apple setze mehr Uhren ab als Cartier, Fossil, Omega oder Rolex. 97 Prozent der Kunden sind laut Apple mit ihrer Apple Watch zufrieden.

HD Voice: Telefónica und Deutsche Telekom verbessern Sprachqualität

Die sprachoptimierte HD-Telefonie war bislang überwiegend nur in den eigenen Netzen verfügbar. HD Voice wird jetzt schrittweise für Gespräche zwischen den Mobilfunknetzen von Telefónica und Telekom eingeführt. Telefónica plant außerdem die Freischaltung in weitere Netze.

Telefónica Deutschland und die Deutsche Telekom ermöglichen ihren Kunden HD-Telefonie auch bei Gesprächen in das jeweils andere Mobilfunknetz. Die als HD Voice vermarktete Technologie optimiert die Sprachqualität. Bislang war sie überwiegend nur in den eigenen Netzen zu nutzen.

(Bild: Shutterstock)

Für Gespräche über die Netzgrenzen hinweg benötigen die Teilnehmer auf beiden Seiten ein Endgerät, das HD Voice unterstützt. Bei der Telekom steht der Service dann bei Gesprächen über GSM, UMTS oder VoLTE (Voice over LTE) zur Verfügung. Da Telefónica HD Voice nicht über GSM anbietet, müssen dafür auf der Seite dieses Betreibers das VoLTE- oder UMTS-Netz genutzt werden.

Der Anteil der in HD Voice übermittelten Gespräche soll in den nächsten Wochen und Monaten sukzessive erhöht werden, um die reibungslose Implementierung zwischen den Betreibernetzen sicherzustellen. Telefónica beabsichtigt darüber hinaus, diesen Dienst zu einem späteren Zeitpunkt auch für Telefonate in weitere Netze freizuschalten.

„Wir wollen unseren Kunden im Netz von Telefónica Deutschland stets ein hervorragendes Nutzererlebnis bieten“, versichert Cayetano Carbajo Martín, Chief Technology Officer (CTO) von Telefónica Deutschland. „Damit unsere Kunden bei der mobilen Telefonie von optimalen Sprachverbindungen mit einem natürlichen Klangbild profitieren, arbeiten wir kontinuierlich an der Verbesserung unserer Sprachqualität. Durch die Einführung von HD Voice über Netzgrenzen hinweg können unsere Kunden diese verbesserte Qualität nun auch bei Telefonaten in das Mobilfunknetz der Deutschen Telekom nutzen.“

Bisher konnten Telefónica-Kunden HD Voice bei netzinternen Telefonaten im eigenen UMTS- und LTE-Netz und bei VoWiFi-Verbindungen (Voice over WiFi) nutzen. Sofern Kunden VoLTE oder VoWiFi nutzen, ist zudem schon HD-Voice-Telefonie in die Festnetze von Telefónica, Telekom und anderer paketvermittelnder Netze (Next Generation Networks) verfügbar.

Am britischen Konjunkturhorizont ziehen dunkle Wolken auf

In der britischen Wirtschaft zeigen sich zunehmend konjunkturelle Bremsspuren. Insbesondere die private Konsum­nachfrage droht, noch stärker unter die Räder zu kommen. Die private Sparquote ist auf den tiefsten Stand seit Anfang der 60er-Jahre gefallen. Auch an den Häusermärkten zeichnet sich eine ausgeprägtere Abkühlungs­phase ab. Die gesamtwirt­schaftliche Wachstums­dynamik wird sich in Groß­britannien noch weiter abschwächen.

Am britischen Konjunkturhorizont ziehen dunkle Wolken auf  (PDF, 92 KB, nicht barrierefrei)

Weitere Kooperation von KfW und EIF im Rahmen einer neuen Verbriefungstransaktion von Leasingforderungen an deutsche KMU der abcfinance GmbH

Die KfW und der Europäische Investitionsfonds (EIF) haben zur Förderung des Mittelstandes eine Investition in eine neue Verbriefungstransaktion durch den Erwerb von zusammen insgesamt EUR 100 Mio. der Senior- und EUR 48 Mio. der Mezzanine-Tranchen abgeschlossen. Die von der Raiffeisen Bank International AG strukturierte Transaktion verbrieft ein Portfolio deutscher KMU-Leasingforderungen der abcfinance GmbH.

Die Transaktion wurde im Rahmen von ENSI (EIF-NPIs Securitisation Initiative), einer gemeinsamen Initiative zur Förderung des Verbriefungsmarktes von EIF und nationalen Förderbanken (NPI), getätigt.

Das Ziel von ENSI ist die gemeinsame Beteiligung an Verbriefungstransaktionen, um die Refinanzierungsmöglichkeiten für mittelständische Unternehmen in Europa zu verbessern. Unter der ENSI-Kooperation, die Anfang 2016 begann, wurden bereits drei deutsche, fünf italienische, drei britische und eine portugiesische Transaktion abgeschlossen.

Die Investition der KfW und des EIF in die Senior- und die Mezzanine-Tranchen ermöglicht es der abcfinance GmbH, die verbrieften Leasingforderungen zu refinanzieren, so dass die frei werdenden Mittel in den kommenden zwei Jahren wiederum deutschen KMU zur Verfügung gestellt werden können.

Die KfW konnte im Jahr 2016 über Investitionen in Verbriefungen ein Volumen von 1,0 Mrd. EUR für die Mittelstandsfinanzierung bereitstellen. Der EIF engagierte sich in diesem Zeitraum in Verbriefungsstrukturen inklusive Mezzanine-Tranchen im Volumen von 1,6 Mrd. EUR.

European Investment Fund (EIF)