Personalien des Monats: HR-Personalwechsel im September

Die ehemalige Personalchefin von BASF und der Deutschen Bahn, Margret Suckale (61), zieht als Vertreterin der Anteilseigner in den Aufsichtsrat der Heidelberg Cement AG ein. Sie folgt auf Alan Murray. Die Bestellung von Suckle ist befristet bis zur Nachwahl durch die nächste Hauptversammlung im Mai 2018. Suckale war bis Mai 2017 im Vorstand der BASF SE. Zu ihrem Nachfolger als Arbeitsdirektor dort wurde Michael Heinz berufen.

Margret Suckale übernimmt einen Aufsichtsratsposten bei Heidelberg Cement. Bild: BASF

Eberhart Zorn (57) ist seit kurzem Leiter der Abteilung Personal im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin. Er hat damit die Verantwortung für rund 260.000 Soldaten und zivile Beschäftigte. Der Generalleutnant folgt auf Vizeadmiral Joachim Rühle.

Julia Bangerth (44) wird im Juli 2018 als Personalvorstand bei Datev auf Jörg von Pappenheim (64) folgen. Sein Vertrag endet zum 30.6.2018 nach 14 Jahren Vorstandstätigkeit plangemäß. Bangerth, die bereits seit 2016 Mitglied der Geschäftsleitung und Leiterin Personal ist, wird neben Diana Windmeißer (Finanzen) die zweite Frau im Vorstand sein. Zuvor arbeitete sie beim Consulting- und Engineering-Unternehmen Pöyry PLC unter anderem als Vice President HR Central Europe.

Julia Bangerth wird Personalvorstand bei Datev. Bild: Fotostudio T.W. Klein

Markus Rein hat den Posten als Head of Human Resources & Labour Law beim Pflegedienstleister Orpea am 1. September übernommen. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 11.000 Mitarbeiter. Die Stelle wurde neu geschaffen, um die HR-Funktionen zu bündeln. Vor seinem Wechsel war Rein bei Eurowings Aviation tätig. In seiner neuen Position berichtet er an Erik Hamann, CEO der Orpea Deutschland GmbH.

Jutta Suchanek übernimmt zum 1. Oktober die neu geschaffene Position als Chief HR Officer beim Marktforschungsunternehmen GfK und wird Mitglied des Executive Leadership Teams. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 13.000 Mitarbeiter. Suchanek kommt von der WMF Group, wo sie ebenfalls die Position des Chief HR Officers inne hatte und Mitglied des Executive Leadership Teams war. Davor war sie in leitenden HR-Positionen bei Syngenta.

Voraussichtlich zum Jahresende 2017 will Wolfgang Jung (59), Personalvorstand bei der Südwestbank, sein Mandat vorzeitig niederlegen. Sein Vertrag läuft noch bis Juli 2018. Jung ist seit 2009 im Vorstand der Bank und verantwortet neben dem Bereich Personal und Recht unter anderem die Ressorts Compliance und Geldwäsche. Bevor Jung zur Südwestbank kam, war er in leitenden Funktionen bei der Dresdner Bank, der Baden-Württembergischen Bank und beim LBBW-Konzern.

Wolfgang Jung will sein Mandat bei der Südwestbank Ende 2017 niederlegen. Bild: Südwestbank AG

Thomas Felgenhauer (43) ist seit dem 15. September kaufmännischer Geschäftsführer der Howoge Wohnungsbaugesellschaft. Er leitet das landeseigene Berliner Unternehmen gemeinsam mit Geschäftsführerin Stefanie Frensch und verantwortet unter anderem das Personal des Unternehmens. Außerdem hat Felgenhauer die Leitung des Tochterunternehmens Howoge Servicegesellschaft mbH übernommen.

Die Abteilung Personal und Organisation der Bergsträßer Kreisverwaltung ist ab sofort unter der Leitung von Barbara Hoffbauer. Sie übernimmt von Diana Stolz, die zur Ersten Kreisbeigeordneten gewählt worden ist. Hoffbauer war zuvor unter anderem als Personalleiterin bei der Deutsche Telekom Immobilien und Service GmbH. Zuletzt war sie Geschäftsführerin des Presonaldienstleisters Kepos.

Richard Jager wird neuer Vorsitzender und Sprecher der Geschäftsführung der Randstad Gruppe Deutschland. Er folgt auf Eckard Gatzke, der den Personaldienstleister zum Ende des Jahres verlässt. Jager begann seine Karriere im Jahr 1997 bei Randstad Niederlande als Consultant. Zuletzt war er Managing Director Global Client Solutions der Randstad Holding.

Richard Jager wird neuer Vorsitzender beim Personaldienstleister Randstad. Bild: Randstad

Simone Oremovic wird Head of Global HR bei RHI-Magnesita. Das Unternehmen der Feuerfestindustrie wird durch die Fusion des österreichischen Konzerns RHI und der brasilianischen Magnesita bis Ende Oktober entstehen und zusammen 7.500 Mitarbeiter beschäftigen. Oremovic tritt die Position zum 15. November an und wird Mitglied des Executive Management Teams des neuen Unternehmens. Michael Merzbach, bisher Personalleiter der RHI AG, bleibt im Unternehmen und wird sich auf die operative Umsetzung der Integrationsmaßnahmen fokussieren.

Jörg Röttgen (40) ist seit dem 1. September Director Human Resources bei der Canyon Bicycles GmbH. Er berichtet an Lothar Arnold, den Managing Director. Der Fahrradhersteller beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit rund 800 Mitarbeiter. Röttgen war zuvor unter anderem für Calderys und Reuther Verpackungen tätig.

Zum 1.1.2018 wird Kai Romes Geschäftsführer des Personaldienstleisters Dimension 21. Derzeit ist er Personalleiter, Prokurist und Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung beim Handelskonzern Brüder Schlau und für rund 7.200 Mitarbeiter verantwortlich. Bei Dimension 21 soll er sich auf die Themen Change und Lead sowie Recruiting-Service und Placement konzentrieren.

Kevin Sonder (24) ist ab sofort Personalreferent bei der SBB Cargo Deutschland GmbH mit Sitz in Duisburg. Das Unternehmen beschäftigt hierzulande nach eigenen Angaben rund 180 Mitarbeiter. Sonder folgt auf Claudia Nickel, die das Unternehmen verlassen hat.

Dax- und M-Dax-Unternehmen: Digitalisierung ist in Vorständen selten HR-Sache

“Die Digitalisierung spielt in allen Bereichen unseres Unternehmens eine große Rolle: Vom Produkt bis zum Recruiting”, sagte Wilfried Porth vergangenes Jahres im Interview mit dem Personalmagazin. Damit steht der Arbeitsdirektor der Daimler AG sicher nicht allein, denn die Digitalisierung ist längst auch in kleineren Unternehmen und gerade im Personalbereich zu einer der zentralen Herausforderungen geworden. Als Personalvorstand, der bei einem Dax-Konzern zugleich für die Informationstechnologie (IT) verantwortlich ist, bleibt Porth trotzdem eine Ausnahme. 

So gibt es laut einer Auswertung der Personal- und Organisationsberatung Korn Ferry in insgesamt 20 der 30 Dax-Unternehmen Vorstandsmitglieder, die formal das IT-Ressort oder einen vergleichbaren Bereich verantworten – ein Anteil von 75 Prozent. Bei der Deutschen Post und Linde liegen die Verantwortungen für die Informationstechnologie sogar unmittelbar beim Vorstandsvorsitzenden.

Bei den 50 M-Dax-Konzernen gibt es IT-Vorstandsverantwortlichkeiten nur bei 23 und damit in weniger als der Hälfte dieser Unternehmen. Dafür ist die Digitalisierung hier offenbar häufiger Sache des Vorstandsvorsitzenden: Im M-Dax unterstehen bei Hugo Boss, Krones, LEG Immobilien, Südzucker und Talanx die Digital- oder IT-Ressorts direkt dem Vorstandschef – bei der RTL Group haben beide Co-CEOs die Verantwortung für den IT-Bereich.

Insgesamt zeigt die Korn-Ferry-Untersuchung damit, dass bei etwas mehr als der Hälfte (43 von 80) der größten Unternehmen in Deutschland die IT- oder Digitalverantwortung auf der Vorstandsebene verankert ist. 

Ein genauerer Blick auf die Vorstandszuständigkeiten zeigt allerdings, dass der IT-Bereich meist nicht dem HR-Verantwortlichen untersteht – weder bei den Dax- noch bei den M-Dax-Konzernen. Das macht ein Abgleich mit den Daten aus der Dax-Geschäftsberichtsauswertung der Unternehmensberatung HKP Group deutlich.

Demnach verantworten bei den Dax-notierten Unternehmen nur drei Personalvorstände die IT oder einen vergleichbaren Bereich. Das sind:

 

Die Studienautoren von Korn Ferry ergänzen in ihrem Bericht, dass beim Medien-Konzern Prosiebensat1 Media beziehungsweise beim Software-Unternehmen SAP alle Vorstandsmitglieder für den Digitalbereich mitverantwortlich seien. Damit liegt also offenbar auch ein Teil der formalen Digitalverantwortung in diesen Unternehmen beim jeweiligen Personalvorstand. Das wiederum sind:

 

Von den 23 M-Dax-Konzernen, bei denen die Korn-Ferry-Studie formale IT-Verantwortlichkeiten auf Vorstandsebene feststellt, liegen diese in sechs Unternehmen beim HR-Verantwortlichen unter den Vorstandsmitgliedern. Die M-Dax-Unternehmen mit expliziter IT-Verantwortung beim Personalvorstand sind demnach:

 

 

Auch hier gibt es laut Auswertung von Korn Ferry wieder ein Digitalunternehmen, dessen Vorstandsmitglieder durchweg Verantwortung für den IT-Bereich übernehmen: Zalando. In diesem Fall kommt also auch dem Zalando-Personalvorstand Robert Genz, der zugleich Co-CEO und Mitgründer des Unternehmen ist, ein gewissen Maß an Digitalverantwortung zu. Die Bedeutung von HR-Fragen für die Zukunft seines Unternehmens hat Genz jedenfalls offenbar erkannt. Denn mit Frauke von Polier hat er sich eine Personalchefin an die Seite geholt, der die Digitalisierung ein Anliegen zu sein scheint. Das zeigte von Polier beispielsweise auf dem diesjährigen Personalmanagementkongress, auf dem sie unter anderem mit Frank Kohl-Boas von Google über zeitgemäße Managementkonzepte diskutierte. Was dort sonst noch besprochen wurde, können Sie hier nachlesen.

Vergütungs-Check: Das Gehalt eines fachlichen Trainers

Das Durchschnittsgehalt eines fachlichen Trainers reicht je nach Unternehmensgröße von 23.578 Euro (erstes Quartil) bis 72.546 Euro (drittes Quartil) inklusive Zusatzleistungen.

Überstunden werden im Mittel mit 996 Euro pro Jahr vergütet. Rund 19 Prozent der Berufsgruppe erhalten Prämien und 21 Prozent eine betriebliche Altersversorgung. Einen Firmenwagen gibt es für 16 Prozent.

Alle weiteren Informationen zum Gehalt als fachlicher Trainer finden Sie in der Infografik “Das verdient ein fachlicher Trainer”.