Kennzahlen: Social Media: Visits waren gestern, heute zählt Engagement!

Online Marketing bietet im Vergleich zur Offline-Vermarktung einen entscheidenden Vorteil: Alles kann gemessen werden. Technische Mittel erlauben es, Nutzer digital bis ins kleinste zu verfolgen – doch nicht alle Kennzahlen sind relevant. Im Bereich von Social Media ist die entscheidende Kennzahl „traditionell“ oft die Reichweite. Zur Optimierung einer Kampagne ist diese Kennzahl allerdings nicht ausreichend. Hilfreicher ist es zu verstehen, ob und welche Interaktionen ausgelöst werden und dementsprechend die Marketing-Aktivitäten zu verbessern oder auf neue Ziele auszurichten. Denn nur Interaktionen zeigen auch das Engagement eines Kunden an. Die Schlüsselfragen müssen deshalb lauten: Interagiert meine Zielgruppe mit meinen Inhalten? Und wenn nicht, wie aktiviere ich sie?

Social Media unterscheiden sich in vieler Hinsicht von den herkömmlichen Online-Marketingkanälen, da die User, und nicht ein Produkt, im Mittelpunkt stehen. Die Nutzer entscheiden, wem oder was sie ihre Aufmerksamkeit schenken. Der Content, den Unternehmen in den sozialen Medien anbieten, muss den Nutzern einen mehrwert bieten, relevant sein und im Idealfall zur Interaktion bewegen. Interaktionen, also Comments, Likes und Shares, sind dabei die Währung, auf die es ankommt. User laden Inhalte mit Relevanz auf, indem sie ihren Freunden durch eine Interaktion sagen „schau mal, das ist interessant“. Wer den Austausch mit seiner Zielgruppe nicht sucht, verzichtet auf Engagement und weitere positive Effekte für die Brand Awareness, die Unternehmen mit gekonnten Social Media-Kampagnen erzielen.

Engagement heißt Sichtbarkeit in Social Networks. Nutzer, die auf Inhalte einer Marke reagieren, sie kommentieren oder teilen, sehen immer mehr Inhalte von diesem Absender – dafür sorgt der Facebook-Algorithmus. Damit steigt die Aufmerksamkeit der Nutzer für die Marke. Diese Aufmerksamkeit ist im Meer der Informationen, in dem wir schwimmen, das wertvollste Gut. Und deshalb ist Engagement die Währung, auf die es heute ankommt.

Social Networks sind das Mastertool für junge Menschen – Smartphones das Masterdevice. Facebook wird dabei als „Basisinfrastruktur“ verstanden, denn hier finden Information, Unterhaltung und Interaktion statt. (Nicht nur) Medienmarken müssen diesen Trend nutzen und als Chance zu mehr Relevanz im Leben ihrer User begreifen.

Um das Engagement der eigenen Marke zu erhöhen, gilt vor allem eins: Abwechslung und Schnelligkeit sind der Schlüssel zum Werbeerfolg. Das Credo für Marketer lautet: Nicht abwarten, sondern machen! Trends früh erkennen! Mut für Experimente ist gefragt. Kleine Test-Postings können helfen, kurzzeitige Hypes von langanhaltenden Trends zu unterscheiden. Wer seine Zielgruppe gut kennt und die Neuheiten verfolgt, wird aktuelle Trends auch beim Advertising zu nutzen wissen.

Neben der Verbreitung der passenden Inhalte über die verschiedenen Social Networks ist es für eine hohe Engagement-Rate wichtig, dass die Inhalte auf den Endgeräten, und das heißt heute vor allem Smartphones, passend dargestellt werden. Das standardmäßige Posten eines Artikels über Facebook reizt die Leser schon lange nicht mehr, da zum Weiterlesen des Artikels das Netzwerk verlassen werden muss. Für den User definitiv ein Klick zu viel. Lange Artikel, die nicht für das Smartphone optimiert sind, und lange Ladezeiten beim Öffnen sind ein Albtraum. Von Interaktion keine Spur.

Die Maximierung von Engagement in Social Networks stellt sicher, dass noch mehr relevante User die Inhalte in ihren Timelines sehen und mit ihnen interagieren – so weit, so klar. Doch was bringt eine hohe Engagement-Rate? Engagement ist Basis für erfolgreiches Native Advertising, denn Werbekunden profitieren davon und zahlen für diese Sichtbarkeit. Im Schnitt erzielen beispielsweise die relevantesten 42 Frauen-Medienmarken in der DACH-Region heuer ein durchschnittliches, tägliches Fan-Engagement von 2,2 Prozent (Quelle: FanpageKarma). 

Das heißt, dass nur zwei Hundertstel der Fans mit den Inhalten der Medienmarken intergieren. Die Engagement-Werte sinken dabei laufend, so lag der Durchschnitt aller Frauen-Medienmarken im Januar noch bei 2,4 Prozent. Im Januar des Vorjahres lag der Wert bei 3,6 Prozent. Was deutlich wird, ist ein signifikanter Sichtbarkeits- und Bedeutungsverlust von klassischen Frauen-Medien in Social Networks. Umgelegt auf die Sichtbarkeit der Inhalte bedeutet das, dass immer mehr Medien als Phantome auf Facebook unterwegs sind und deren Inhalte kaum noch in den Timelines ihrer Fans auftauchen. Wer es also schafft, Sichtbarkeit zu erhalten beziehungsweise sogar zu steigern, der wird für Werbekunden extrem attraktiv.  

Gelungene Kampagnen sollen nicht nur ihre Zielgruppe erreichen, sondern dabei für Engagement und Relevanz im täglichen Leben der Nutzer sorgen. Das Auspendeln des geforderten Engagements ist eine der großen Herausforderungen bei der Konzeption von Social Media-Aktivitäten. Andere Märkte zu kopieren ist zum Scheitern verurteilt, da Zielgruppen sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben und passgenauen Content sowie Native Advertising zu schätzen wissen. Die Belohnung schlägt sich in Engagement, und dementsprechend in maximaler Stickyness, bei der eigenen Community nieder. Das bedeutet nichts anderes als Relevanz und Aufmerksamkeit – das teuerste Gut im heutigen Medienzeitalter.

Studie: Deutschlands Direktvertrieb verdoppelt Umsatz

Gute Zeiten für Deutschlands Direktvertriebsunternehmen. Sie konnten ihre Umsatzzahlen in der vergangenen Dekade nahezu verdoppeln. Lagen diese im Jahr 2007 noch bei 8,7 Milliarden Euro, waren es im Jahr 2016 schon 17 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Marktstudie der Universität Mannheim, die im Auftrag des Bundesverbandes Direktvertrieb Deutschland (BDD) jährlich durchgeführt wird. Die Erwartungen der Branche an das laufende Geschäftsjahr fallen durchweg positiv aus: Die Unternehmen rechnen mit einer Umsatzsteigerung von acht Prozent auf rund 18,4 Milliarden Euro.

Auch die Entwicklung der selbständigen Vertriebspartner, die für deutsche Direktvertriebsunternehmen tätig sind, ist positiv: Im Jahr 2016 konnten 26.000 neue Partner gewonnen werden. Insgesamt sind nun 865.883 Verkaufsberater für die Branche tätig. Das sind drei Prozent mehr als im Vorjahr. “Im Direktvertrieb genießen Vertriebspartner einen sehr hohen Stellenwert verglichen mit anderen Branchen“, sagt Jochen Acker, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Direktvertrieb Deutschland (BDD). Und dies sei sehr wichtig, denn Begeisterung und Freude am Verkaufen seien Voraussetzung für den Erfolg eines Unternehmens und der gesamten Branche.

Die beliebteste Direktvertriebsart ist auch im Jahr 2016 mit rund 50 Prozent wieder einmal die Verkaufsparty gewesen. Fast die Hälfte aller Verkaufspartys kann durchschnittlich einen Bestellwert von 250 bis 500 Euro verzeichnen. Bei 30 Prozent der Partys werden über 500 Euro umgesetzt.

In der Studie der Universität Mannheim werden die Ergebnisse der Befragung von Direktvertriebsunternehmen in Deutschland zusammengefasst. Ziel der jährlichen Marktstudie ist es, einen Einblick in die aktuelle Situation der Direktvertriebsbranche zu gewinnen. An der Online-Befragung der Universität im Frühjahr 2017 nahmen 299 Unternehmen teil.

Der Bundesverband Direktvertrieb Deutschland (BDD) setzt sich für die Interessen der Direktvertriebsunternehmen des privaten Konsumgüter- und Dienstleistungsbereichs ein. Im BDD sind 50 Unternehmen organisiert, die ganz unterschiedliche Produkte beziehungsweise Dienstleistungen verkaufen. Dazu gehören Haushaltswaren, Reinigungsmittel, Bauelemente, Getränke, Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik- und Schönheitsartikel, Schmuck, Heimtiernahrung sowie Energiedienstleistungen.

MAX-Award: Vier Goldmedaillen verliehen – Publicis Pixelpark ist Agentur des Jahres

Vier Mal Golf, acht Mal Silber und 15 Mal Bronze: So lautet das Ergebnis des MAX-Award, den der Deutschen Dialogmarketing Verband (DDV) am 28. September in Berlin vergeben hat. Der MAX-Award ist die Weiterentwicklung des renommierten ddp. Agentur des Jahres wurde Publicis Pixelpark, die drei Mal Gold abräumten. Scholz & Friends schaffte es auf Platz zwei. Den dritten Platz im Gesamtranking teilen sich punktgleich Geometry Global, gkk DialogGroup, Kolle Rebbe und die Serviceplan Group. 

Der MAX-Award zeichnet erfolgreiche Dialogmarketingkampagnen aus, die mit Kreativität überzeugen, aber auch tatsächlich effizient gewirkt haben. Neu war in diesem Jahr nicht nur der Name, sondern auch das Bewertungsverfahren. Eine Jury erstellte in zwei Sitzungen eine Shortlist aus den eingereichten Arbeiten. Die Shortlist konnte dann in einem Online-Voting von der interessierten Öffentlichkeit bewertet werden. „Mit mehr als 4.100 Votings sind wir mit den Ergebnissen der Online-Abstimmung überaus zufrieden“, sagt Juryvorsitzender Michael Koch. Die Agenturen hätten davon profitiert, ihre Kampagnen für die Öffentlichkeit zu präsentieren.  „Es geht darum, auch außerhalb des Agenturumfelds die breite Öffentlichkeit für ausgezeichnetes Dialogmarketing zu sensibilisieren und wer hier clevere Ideen hat, der punktet auch beim Online-Voting“, erklärt Koch. 

Die Arbeit „Project Restart“ von Scholz & Friends für den Auftraggeber innogy wurde ebenfalls mit Gold ausgezeichnet und gleichzeitig als „Best in Show“ gekürt. Die Nachwuchs-Werber waren auch am Start. Studenten und junge Kreative sollten für die gemeinnützige Organisation Verein Kinderhilfe Organtransplantation – Sportler für Organspende e.V. (KiO) für den MAX Junior Award ein dialogorientiertes Kommunikationskonzept zum Spendensammeln für KiO entwickeln. Drei Arbeiten schafften es auf die Shortlist. Die Junioren von gkk DialogGroup erhielten Bronze. Das Team von PKP BBDO Werbeagentur bekam Silber und Gold ging an den Nachwuchs von Publicis Pixelpark.

DDV-Präsident Patrick Tapp ist zufrieden. „Mit dem MAX haben wir einen völlig neuen Impuls in die Awardbranche gegeben. Wir sind von dem neuen Wettbewerb absolut überzeugt und glauben, dass der Preis eine echte Währung für exzellentes Dialogmarketing ist.”

Weihnachtsgeschäft 2017: Entertainment, Reisen und Musik sind online am meisten gefragt

Gefragt sind bei den deutschen Online-Konsumenten in diesem Jahr vor allem Produkte aus den Bereichen Entertainment (Internetnutzer: 41 Prozent, Twitter-Nutzer: 55 Prozent), Reisen (I: 48 Prozent, T: 50 Prozent) und Musik (I: 47 Prozent, T: 50 Prozent). An Freizeitaktivitäten wie einem Kino- oder Restaurantbesuch sowie an Technologie beziehungsweise IT zeigen Twitter-Nutzer ein ungleich höheres Interesse als der durchschnittliche Internetnutzer. Dies spiegelt sich auch in ihren monatlichen Einkäufen wider: Für Entertainment-Produkte wie Bücher, DVDs, CDs oder Videospiele (34 vs. 28 Euro), Sport-Equipment (48 vs. 35 Euro) oder Bekleidung, Accessoires und Schuhe (78 vs. 71 Euro) investieren Twitter-Nutzer deutlich mehr als die restlichen Internetnutzer. Und auch für Reisen (2.258 vs. 1.991 Euro), IT-Hard- und Software (647 vs. 495 Euro) sowie für HiFi-, Video- und Foto-Equipment (708 vs. 465 Euro) geben sie aufs Jahr gesehen weitaus mehr aus.

Eingekauft wird neben dem Desktop vor allem Mobile: Jeder zweite Twitter-Nutzer nutzt zum Online-Shopping sein Smartphone (55 Prozent, I: 33 Prozent) bzw. ein Tablet (T: 50 Prozent, I: 22 Prozent). Die Spielekonsole kommt bei mehr als jedem fünften Twitter-Nutzer (21 Prozent, I: 7 Prozent) zum Einsatz. 70 Prozent der Twitter-User (I: 44 Prozent) nutzen ihr Smartphone auch im stationären Geschäft, um Preise zu vergleichen, Rabatt-Gutscheine einzulösen (T: 25 Prozent, I: 16 Prozent) oder sich die Wartezeit an der Kasse zu vertreiben (24 Prozent, I: 14 Prozent). Knapp zwei Drittel von ihnen würden sich wünschen, lokalisierte Angebote auf ihrem Smartphone zu erhalten, wenn sie einen Store betreten. Einen digitalen Service im Store haben bereits 63 Prozent (I: 39 Prozent) ausprobiert.

Zwei Dritteln der Twitter-Nutzer (66 Prozent, I: 56 Prozent) gefällt es, wenn sie von den Marken beim Einkauf mit relevanten Informationen und maßgeschneiderten Angeboten versorgt werden. Jeweils rund 45 Prozent begrüßen es, wenn sie personalisierte Angebote auf Basis ihres bisherigen Surf- oder Kaufverhaltens erhalten. Als besonders wichtig empfinden es drei Viertel der Twitter-Nutzer (75 Prozent, I: 69 Prozent), dass Marken über ihren Kundenservice oder Social Media zu jeder Zeit ansprechbar sind. Rund jeder Zweite (48 Prozent) würde die Marken am liebsten via Twitter kontaktieren, wenn es Fragen zu einem Produkt gibt.

In ihrer Kaufentscheidung spielt für 63 Prozent der Twitter-Nutzer (I: 45 Prozent) nicht zuletzt die Meinung anderer Konsumenten in sozialen Netzwerken eine wichtige Rolle. 68 Prozent (I: 54 Prozent) teilen daher auch ihre Meinung mit Freunden oder der Familie. Für 57 Prozent sind Tweets, in denen andere Nutzer Erfahrungen mit Produkten teilen, sehr interessant. Jeder Zweite (50 Prozent) befragt vor einem Kauf andere Twitter-Nutzer. 44 Prozent teilen ihre eigenen Erfahrungen nach einem Kauf aktiv auf Twitter. Von den Marken selbst erwarten die Twitter-Nutzer vor allem Tutorial-Videos (57 Prozent), Experten-Videos (55 Prozent) und Unboxing-Videos (55 Prozent).

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Mobile: Künstliche Intelligenz braucht 5G – und umgekehrt

Rund jeder zweite Telekommunikationsdienstleister (48 Prozent) in Deutschland nutzt bereits Künstliche Intelligenz (KI) oder Robotic Process Automation (RPA). Für jeden zweiten Entscheider steht beim KI-Einsatz die Automatisierung im Fokus, um die Entwicklung von 5G-Netzen zu ermöglichen. KI als neues Geschäftsfeld wird derzeit von 13 Prozent der Unternehmen der Branche in Betracht gezogen. Zu diesem Ergebnis kommt die Potenzialanalyse “Künstliche Intelligenz” von Sopra Steria Consulting.

Mehr Profitabilität und mehr Spielraum für wichtige Investitionen sei der wichtigste Mehrwert, den sich Telekommunikationsanbieter von automatisierten und in Zukunft auch selbstlernenden Systemen versprechen. 43 Prozent der Entscheider der Branche wollen durch KI-Anwendungen die Beherrschbarkeit der Daten sicherstellen und Arbeitskosten reduzieren. 30 Prozent der Unternehmen wollen Abläufe beschleunigen, 26 Prozent Routinetätigkeiten stärker automatisieren.

Maschinen in den Rechenzentren der Netzanbieter überwachen teilweise rund eine Milliarde Messewerte pro Stunde. Deren aggregierte Informationen wiederum durch Menschen zu analysieren, ist selbst mit aktuellen Systemen kaum noch möglich. Zudem steigt das Risiko, Fehlfunktionen nicht rechtzeitig zu erkennen oder vorhersagen zu können, sagt Christoph Henkels, Telekommunikationsexperte von Sopra Steria Consulting. Künstliche Intelligenz in Form sogenannter Cobots solle den Mitarbeitern künftig Arbeit abnehmen. Unternehmen wollen so laut Sopra Steria Consulting die Performance der Netze steigern und die Gefahr von Störungen minimieren.

Mehr Automatisierung durch KI und RPA ist gleichzeitig ein zentraler Faktor, um die Netze der fünften Generation (5G) zu betreiben. Diese werden noch einmal deutlich mehr Netzteilnehmer verarbeiten müssen, ergeben Expertenschätzungen. Die Vernetzung der verbundenen Netzobjekte wird laut Sopra Steria Consulting etwa um den Faktor 1.000 steigen – bei teilweise deutlich höheren Geschwindigkeiten. „Das erfordert neue Konzepte, beispielsweise kognitive, sprich selbstreagierende und selbstlernende Überwachungssysteme”, sagt Christoph Henkels.

Umgekehrt seien 5G-Netze wiederum die Voraussetzung dafür, dass umfangreiche KI-Anwendungen in anderen Branchen im größeren Umfang an den Start gehen können. 48 Prozent der Entscheider aller befragten Branchen sehen in unausgereiften KI-Technologien die Haupthürde für den Einsatz. Deren Weiterentwicklung hänge allerdings stark von leistungsfähigen Netzen ab.

Investitionen in die Netzmodernisierung ist laut Sopra Steria Consulting somit eine der Hauptaufgaben der großen Telekommunikationsanbieter. Viele KI-Anwendungen würden erst mit schnellen 5G-Netzen möglich sein. So erfordern beispielsweise intelligente Energienetze oder mitdenkende und selbststeuernde Fahrzeuge deutlich schnellere Reaktionszeiten.

Für die Potenzialanalyse “Künstliche Intelligenz” wurden im Auftrag von Sopra Steria Consulting mehr als 200 Geschäftsführer, Vorstände, und Führungskräfte im Business Development und aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern befragt. Die Teilnehmer kommen aus Unternehmen der Branchen Banken, Versicherungen, sonstige Finanzdienstleister, Energieversorger, Automotive und sonstiges verarbeitendes Gewerbe, Telekommunikation und Medien sowie Öffentliche Verwaltung. Explizit von der Teilnahme ausgeschlossen waren Mitarbeiter und Führungskräfte von Beratungsunternehmen und Anbieter von IT-Lösungen sowie der Handel.

Alle Hintergründe zur Studie von Sopra Steria Consulting  lesen Sie hier:

Handel: Smart Consumer nutzen überdurchschnittlich Online-Services

Die Ergebnisse zeigen: Die smartphoneaffinen Smart Consumer – die als Early Adopter gelten und damit einen Blick auf die zukünftige Entwicklung erlauben – nutzen alle betrachteten Services überdurchschnittlich oft. So haben 43 Prozent der Smart Consumer schon einmal Angebiote des betreuten Einkaufens (Curated-Shopping-Angebote) in Anspruch genommen. Das trifft nur für knapp 18 Prozent der übrigen befragten Konsumenten zu. Einen online verfügbaren Produktberater haben 58 Prozent der Smart Consumer, aber nur 38 Prozent der anderen Konsumenten bereits genutzt. Bei Tablets, die im Ladengeschäft zur Verfügung stehen, und der Sprachsteuerung zur Onlineinformationssuche und -bestellung dienen, zeigt sich eine ähnlich große Lücke zwischen Smart Consumern und den übrigen Befragten.

Smart Consumer nutzen Services nicht nur vergleichsweise häufig, sondern nehmen sie auch stärker als bequemlichkeitsorientiert wahr. Beispiel Curated Shopping: Während dieses Angebot für Smart Consumer eher dazu beiträgt, den Einkauf möglichst schnell und bequem zu erledigen, macht Curated Shopping die Einkaufstour für die übrigen Befragten eindeutig zu etwas Besonderem. Auch Onlineproduktberater, Sprachsteuerung und Tablets im stationären Geschäft dienen aus Sicht der Smart Consumer eher dem Komfort beim Einkaufen.

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Anzeigenblätter: Print wirkt – sagt Studie der Anzeigenblattverleger

Werbung in Anzeigenblättern sorgt für eine Steigerung der Produktbekanntheit und der Kaufbereitschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle, verlagsübergreifende Werbewirkungsstudie, die der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) in Berlin vorgestellt hat. Demnach wurde die Werbewirkungsstudie mit einem Neukunden der Anzeigenblätter, dem Pharmaunternehmen Pascoe Naturmedizin umgesetzt. Insgesamt 22 Anzeigenblattverlage aus dem BVDA-Arbeitskreis Marketing mit einer Gesamtauflage von knapp elf Millionen Exemplaren haben sich an der Studie beteiligt. Von 29. März bis 18. Mai 2017 wurde das Produkt Hypercoran, ein Naturheilmittel gegen Bluthochdruck, in einer Monokampagne mit sechs Anzeigenschaltungen in den zur Wochenmitte erscheinenden Anzeigenblatt-Titeln beworben. Für Pascoe Naturmedizin bedeutete die Kampagne den Einstieg in die Endverbraucherwerbung für Hypercoran.

Nach der Kampagne lag die Bekanntheit des Produkts um elf Prozentpunkte über dem Ausgangsniveau. Die Marke Hypercoran hatte laut Studie nach der Kampagne dreimal so viele potenzielle Käufer wie zuvor – und wurde dadurch sogar bekannter als andere, schon länger am Markt befindliche Wettbewerber. Auch die Dachmarke Pascoe Naturmedizin konnte laut BVDA von den Anzeigenschaltungen profitieren. So hätte sich die Bekanntheit von Pacoe Naturmedizin gesteigert. Darüber hinaus hätte sich die Kampagne in punkto Sympathie und Vertrauen stark auf das Image von Pascoe Naturmedizin ausgewirkt.

„Die Ergebnisse sind für uns ein Beleg dafür, dass Anzeigenblätter einen signifikanten Einfluss auf die Steigerung der Markenbekanntheit und die Verbesserung des Markenimages haben“, sagt Dr. Jochen Kühn, Marketingleiter bei Pascoe Naturmedizin. Der Umsatz für Hypercoran sei im Kampagnenzeitraum deutlich angestiegen – und lag mehr als 300 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, so Kühn.

Die Werbewirkungsforschung für die Gattung Anzeigenblätter soll künftig deutlich ausgebaut werden. „Zusammen mit unseren Mitgliedern werden wir den Schwung aus diesem ersten wichtigen Erfolg nutzen“, sagt Sebastian Schaeffer, stellvertretender BVDA-Geschäftsführer und Leiter Markt- und Mediaservice. Ziel sei, das Zusammenwirken der Wochenblätter im Mix mit anderen Medien zu untersuchen. Vor dem Hintergrund des wachsenden Beilagengeschäfts ist es auch interessant, die Werbeleistung von Prospektbeilagen mit Leistungskennzahlen zu untermauern. Der BVDA will mit den Ergebnissen der Studie auch an Markenartikelhersteller herantreten. „Wir sind optimistisch, künftig zusätzliche Branchen und Kundengruppen erschließen zu können“, sagt Sebastian Schaeffer.

Der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter e.V. (BVDA) ist die Spitzenorganisation der Anzeigenblattverlage in Deutschland. Ihm gehören 222 Verlage mit insgesamt 886 Titeln und einer Wochenauflage von 64,7 Millionen Exemplaren an. Damit repräsentiert der BVDA rund 75 Prozent der Gesamtauflage der deutschen Anzeigenblätter.

 

Digitalisierung: So ermitteln Unternehmen ihren digitalen Reifegrad

Moderne Organisationen setzen auf den Ansatz „Trial-and-Error“, da es keine „One-Fits-All-Lösung“ gibt: Jedes Unternehmen muss dabei seinen individuellen Fahrplan ausarbeiten, sagt Alexander Neuhausen, Principal Analyst und Business Consultant bei diva-e Digital Value Enterprise GmbH. Dafür sollte es im ersten Schritt eine externe und interne Positionsbestimmung durchführen, um daraus die strategischen Eckpfeiler ableiten und eine digitale Roadmap erarbeiten zu können. Mithilfe von klassischen Modellen wie der Swot-Analyse oder dem Digital-Maturity-Model können Unternehmen ihren digitalen Reifegrad bestimmen. Folgende Fragen sollten sich Unternehmen im Rahmen der digitalen Standortbestimmung stellen:

Unternehmen arbeiten daran, ihre Zielgruppendefinitionen zu konkretisieren. Das erlaubt es ihnen, für ihre Personas genau die passenden digitalen Themen bereitzustellen. Zudem agieren sie experimentierfreudig und risikobereit bei der Umsetzung neuer Ideen, um Mehrwerte für Kunden zu generieren. Starre Organisations- und Projektstrukturen stellen dabei ein potentielles Risiko dar. Gefragt sind stattdessen Flexibilität und ein unbedingtes Verständnis für neue, alternative und sogar unbequeme Verhaltensweisen. Die Aussage „Das haben wir schon immer so gemacht“ haben Firmen aus dem eigenen Sprachgebrauch verbannt. Daneben ist ihnen der Einfluss der Digitalisierung bewusst, weshalb die Geschäftsführung dieses Thema auf der Agenda hat – was nicht zuletzt dazu führt, dass das Unternehmen Interessenten und Kunden ein konsistentes, personalisiertes Kundenerlebnis bietet. Aus- und Weiterbildungen sind ebenso wichtig wie ein interner Wissensaustausch.

Die Prozesse sind nicht nur digital unterstützt, sondern abteilungsübergreifend geplant und koordiniert um- bzw. zusammengesetzt. Zwecks Erfolgsmessung haben Unternehmen relevante KPIs definiert und Metriken festgelegt, sodass sie Verbesserungen kurzfristig umsetzen können.

Die eingesetzten Technologien unterstützen digitale Geschäftsmodelle und durchgängige Geschäftsprozesse ohne Medienbrüche für beteiligte Stakeholder optimal. Das ermöglicht, Kundendaten und -verhalten umfangreich zu analysieren. Die Ergebnisse der Analysen sind für alle relevanten Unternehmensabteilungen direkt verfügbar und können geschäftskritische Entscheidungen beeinflussen.

Über Open-Data-Spaces erhalten alle Mitarbeiter Zugriff auf Unternehmensdaten (z.B. Produktdaten), um neue Innovationen ohne Zeitverzug umsetzen zu können. Das Produkt- und Dienstleistungsangebot des Unternehmens ist nicht nur über traditionelle Vertriebswege, sondern auch online auffindbar. Zudem ist der Prozess rund um die Erstellung, Anreicherung und Verwaltung von Informationen softwaretechnisch unterstützt und fest definiert.

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4 Tipps für das Weihnachtsgeschäft: Wie stationäre Händler mit Local SEO punkten können

BlueSummit, Experte für Performance Marketing und Suchmaschinenoptimierung (SEO) gibt 4 Tipps, wie stationäre Händler mit Local SEO mehr Aufmerksamkeit in ihrer Region erhalten können. Kunden, die dann einen Händler suchen, der das gewünschte Produkt auf Lager hat, werden meist über ihr Smartphone folgende Suchanfrage an Google oder eine andere Suchmaschine stellen: „Schulranzen in StadtXY“ oder „Apotheke in meiner Nähe“. Wer bei solchen Anfragen möglichst weit vorne im Google Ranking erscheinen will, sollte sich folgende Tipps genau ansehen.

Auch wenn Sie (noch) keine eigene Website haben, können Sie sich durch einen Eintrag im Firmenverzeichnis Google My Business relativ schnell und einfach online auffindbar machen. Ganz wichtig dabei ist die Vollständigkeit der Daten: Name des Geschäfts, Adresse, Telefon, Öffnungszeiten und ,wenn vorhanden, ein Link zur eigenen Website. Sie können in einem kurzen Vorstellungs-Text auf Ihre Produkte und Besonderheiten hinweisen oder die öffentliche Verkehrsanbindung unterbringen. Auch Fotos und/oder ein Logo helfen dem User, Ihr Geschäft sympathisch zu finden. Es gibt noch weitere Firmenverzeichnisse wie dasoertliche.de, gelbeseiten.de, Yelp oder spezielle Branchenverzeichnisse, in die Sie sich eintragen sollten. Aber achten Sie darauf, stets die gleiche Schreibweise der Stammdaten zu verwenden.

Auch wenn Sie potentielle Kunden lieber in Ihren Laden als auf Ihre Website locken wollen, eine vorhandene Online-Präsenz wirkt auch immer auf die Suchergebnisse der Lokalen Suche. Je besser die Suchmaschine die Website beurteilt, desto höher wird auch das Ladenlokal bei den lokalen Suchergebnissen gelistet. Daher ist es wichtig, die Website mit solchen Inhalten zu füllen, die für Ihre Zielgruppe wirklich interessant ist. Auch die Struktur der Texte sollte so aufgebaut sein, dass Leser und Suchmaschine auf einen „Blick“ erkennen können, was Sie in Ihrem Geschäft verkaufen. Zudem ist es wichtig, für Ihr Unternehmen wesentliche Suchbegriffe (Keywords) in Überschriften und Texten zu verwenden. Für die Suchergebnis-Seiten selbst müssen Sie sich zudem einen aussagekräftige Metadaten (Title und Description) überlegen: Diese Einträge erscheinen direkt auf z.B. Google und sind der erste Eindruck, den der potenzielle Kunde von Ihnen bekommt. Und wenn Sie schon dabei sind: Achten Sie darauf, dass Ihre Website auch auf mobilen Endgeräten wie Smartphones funktioniert. Schließlich findet die Lokale Suche zum überwiegenden Teil über Smartphones statt. Außerdem bewertet Google eine Website, die für Smartphones optimiert ist, deutlich besser.

Auch eine Präsenz in Social Media Kanälen wie Facebook oder Instagram haben einen positiven Einfluss auf das Google-Ranking der Lokalen Suche. Diese Kanäle eignen sich außerdem hervorragend, um Alleinstellungsmerkmale wie z.B. exklusive Marken, neu eingetroffene Ware oder Aktionen zu kommunizieren. Auch ein spezieller Service wie Lieferung nach Hause lassen sich daüber sehr gut darstellen und bewerben. Allerdings sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass ein gutes Facebook-Profil auch Zeit beansprucht. News aus dem eigenen Store müssen recherchiert und formuliert werden. Auch ästhetische Fotos zu Produkten oder aus dem Geschäfts-Alltag sowie Links zu interessanten Artikeln machen Ihr Social Media Profil erst relevant für Ihre Kunden.

Auch Kundenbewertungen sind für die lokalen Suchergebnisse von großer Bedeutung. Unternehmen mit einer guten Bewertung werden häufiger angeklickt und die Besucher verweilen länger auf der Zielseite. Das Ergebnis ist, dass Google die Zielseite mit einer höheren Relevanz für den Suchenden einstuft und weiter oben im Ranking aufzeigt. Grundsätzlich können alle Unternehmen, die bei Google My Business gelistet sind, von Google-Nutzern bewertet werden. Zwar sind Bewertungen im Internet immer ein zweischneidiges Schwert, da man quasi keinen Einfluss auf ihren Inhalt hat. Andererseits sind sie ein wirkungsvolles Mittel, um neue Kunden zu gewinnen, denn die Weiterempfehlung von anderen zufriedenen Kunden wiegt mehr als viele andere Werbemaßnahmen.

Der persönliche Kundenkontakt, der für stationäre Geschäfte heute besonders wichtig ist, kann hier online fortgeführt werden, indem man z.B. zu einer negativen Beurteilung freundlich und professionell Stellung bezieht. Außerdem können sie hier auch sehr gut selbst aktiv werden, um positive Bewertungen zu erhalten: Bitten Sie einfach Ihre zufriedenen Stamm- und Neukunden, eine Bewertung über Ihr Geschäft zu schreiben. Das erhöht nicht nur die Anzahl der Bewertungen, sondern führt auch zu einer besseren Kundenbindung.

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Handel: Automatisierung und Robotik erobern den Point of Sale

Händler wollen mithilfe von Automatisierung und Robotern vor allem Effizienzgewinne heben, Kosten senken und Mitarbeiter von Standardaufgaben entlasten, um sie effektiver einzusetzen. Im Backend, der Intralogistik, hat sich das schon rentiert. Laut der Studie „Robotics4Retail: Status quo, Potenziale und Herausforderungen“ des EHI nutzt heute etwa ein Zehntel der Befragten in der Intralogistik Robotik-Kommissioniersysteme zu nutzen, etwa in Form von Robotern, die die Ware zum Kommissionierer bringen. 

So langsam kommt der Roboter allerdings von der Lagerhalle in den Verkaufsraum. So verwenden zum Beispiel rund 14 Prozent der Händler Kundenservice-Roboter – meist für Marketingzwecke. Und knapp 28 Prozent der Befragten sagen, dass sie sich den Einsatz solcher Roboter für die Zukunft vorstellen können. Inventur- und Reinigungsroboter sind ebenfalls bei ersten Händlern im Einsatz.

Damit Roboter am Point of Sale erfolgreich agieren können, müssen sowohl Mitarbeiter als auch und vor allem die Kunden erkennen, dass ihnen der Roboter einen Nutzen stiftet. Insofern ist interessant, dass die befragten Händler die Verbesserung der Kundenorientierung noch nicht so hoch priorisieren.