Werbemittel: Werbeartikelbranche sehr optimistisch für das Jahr 2017

Es ist kein Geheimnis, dass Jahre mit einer Bundestagswahl und mehreren Landtagswahlen gute Jahre für die Werbeartikelbranche sind. Doch nicht nur in Deutschland, wo dies in diesem Jahr sicherlich zu einer Sonderkonjunktur führen wird, sondern europaweit blickt die Werbeartikelbranche optimistisch auf das Jahr 2017. Etwa jeder fünfte Händler und Lieferant geht für das laufende Geschäftsjahr von steigenden Umsätzen aus. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuell herausgegebene PSI Branchenbarometer 1/2017, einer der umfangreichsten Marktstudien für die europäische Werbeartikelwirtschaft.

Die Stimmung im Markt ist weiter optimistisch. So gehen für 2017 sowohl Händler als auch Lieferanten für das laufende Geschäftsjahr von Umsatzsteigerungen aus. 20 Prozent der Werbeartikel-Lieferanten und -Händler rechnen mit einem Anstieg von über 20 Prozent. Zehn Prozent erwarten sogar ein Plus von 50 Prozent.

Damit setzt sich das Wachstum des vergangenen Jahres fort. Zu den umsatzstärksten Ländern, sowohl auf Händlerseite als auch auf Seiten der Hersteller, zählten im Jahr 2016 die Niederlande, Frankreich und Deutschland. Über 75 Prozent der niederländischen Lieferanten geben im Branchenbarometer an, vergangenes Jahr mit Kugelschreibern, T-Shirts und Co. mehr als zehn Millionen Euro umgesetzt zu haben. In Frankreich und Deutschland gibt jeder fünfte Hersteller an, einen Umsatz von mehr als zehn Millionen Euro erwirtschaftet zu haben.

Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt in der Branche weiter an Bedeutung. Über 90 Prozent der im PSI Branchenbarometer 1/2017 befragten Unternehmen erklären, bereits jetzt nachweislich nachhaltige Produkte im Sortiment zu führen. Und der Nachhaltigkeitstrend dürfte noch zunehmen: So halten 56 Prozent der Lieferanten und 41 Prozent der Händler Nachhaltigkeit für ein wichtiges bis sehr wichtiges Thema.

Während das Nachhaltigkeits-Engagement in der Branche immer weitere Kreise zieht, besteht hinsichtlich der CSR-Berichtspflicht noch Klärungsbedarf. Seit Anfang des Jahres sind große kapitalmarktorientierte Unternehmen dazu verpflichtet, standardisiert und messbar darüber zu informieren, wie sich ihr Geschäftsverhalten auf die Gesellschaft und die Umwelt auswirkt. Nur 18 Prozent der Werbeartikelhersteller und zwölf Prozent der Händler fühlen sich dazu aktuell ausreichend informiert.

Das Branchenbarometer wird seit 2015 zweimal jährlich herausgegeben. Es liefert neben umfangreichen Branchenzahlen auch Informationen über aktuelle Trends sowie ein Stimmungsbild der Branche. Am PSI Branchenbarometer 1/2017 nahmen Werbeartikelberater, Händler und Hersteller sowie Werbe- und Fullserviceagenturen, Dienstleister, Exporteure, Importeure und Textilveredler aus 30 Nationen teil. 

Technologieentwicklung: 5 Tipps, die Marketern im Job helfen

21 Prozent der befragten CMOs haben nach eigenem Bekunden Schwierigkeiten damit, die Bedürfnisse der Kunden zu erfassen und wünschen sich Unterstützung bei der Auswahl passendender Marketing-Technologien. Wie Marketer die Herausforderungen des digitalen Zeitalters meistern können, zeigt Bert Bröske, Marketing Director Northern Europe bei Oracle Marketing Cloud, anhand von 5 Tipps.

Mehr denn je müssen sich CMOs jeder einzelnen Phase der Customer Journey bewusst sein. Es gilt, Kunden vom ersten Kontakt bis zur Kaufentscheidung auf dem richtigen Kanal mit den passenden Inhalten zu versorgen. Während Data-Management-Plattformen ermitteln, welche Inhalte, welcher Nutzer über welchen Kanal zu welchem Zeitpunkt am wahrscheinlichsten benötigt, bleiben Informationen etwa über das „Offline-Kaufverhalten“ oder die Qualität der persönlichen Markenerfahrung oft außen vor. Um ein mehrdimensionales Bild der Customer Journey zu gewinnen, sollten Marketer daher direkt mit potenziellen Kunden in Kontakt treten. Die Ergebnisse kurzer Meinungsumfragen können beispielsweise genutzt werden, um Inhalte, Versandzeitpunkt und Kanäle noch passgenauer auf den Kunden abzustimmen.

Technologie ist heute ein wesentlicher Bestandteil erfolgreicher Marketing-Aktivitäten. Marketingleiter und Chief Information Officer (CIO) sollten eng zusammenarbeiten. Ein erster wichtiger Schritt dabei ist, etwaige Vorbehalte über Bord zu werfen und sich offen auf neue technische Möglichkeiten einzulassen. Oftmals scheitern erste Kooperationen jedoch auch daran, dass CMO und CIO nicht die „gleiche Sprache sprechen“: Während der CIO sich für das „vollintegrierte System mit Echtzeit-Datenfluss“ begeistert, spricht der CMO von einer „nahtlosen Customer Experience“ über verschiedene Kanäle hinweg. Dieser Problematik sollte man sich bewusst sein, will man beide Welten zusammenbringen. Der Marketer kann sich darauf vorbereiten, etwa indem er sich grundlegende Programmierkenntnisse aneignet – eine Kompetenz, die im digitalen Zeitalter über kurz oder lang ohnehin Pflicht wird.

Sobald der CMO und CIO auf einer Wellenlänge sind, sollten sie gemeinsam auf die Suche nach passenden Technologien gehen. Durchschnittlich verfügen Marketing-Abteilungen über mindestens 17 verschiedene Tools. Diese sollten die folgenden fünf Bereiche abdecken: Data Management, Cross Channel Marketing, Content Marketing, Social Marketing sowie Analytics und Testing. Idealerweise wählen Marketer dabei einen Provider der Tools für alle fünf Felder aus einer Hand anbietet. So ist sichergestellt, dass die verschiedenen Lösungen miteinander kompatibel sind und Hand in Hand arbeiten. Gleichzeitig sollten jedoch auch offene Standards verfügbar sein und Anwendungen anderer Anbieter problemlos integriert werden können.

Wenn CMOs und CIOs eng zusammenarbeiten – warum dann nicht gleich abteilungsübergreifende Teams bilden? Dadurch lassen sich relevante Informationen nicht nur effizienter teilen, sondern können außerdem mit dem Know-how beider Fachbereiche besser bewertet und genutzt werden – es entsteht Raum für neue Ansätze und Ideen. Auch ein Data Scientist ist in der Marketing-Abteilung gut aufgehoben. Er kann die Rolle des „Übersetzers“ zwischen Marketing und IT übernehmen, indem er Ergebnisse aus Datenanalysen für beide Abteilungen verständlich aufbereitet und so eine solide Entscheidungsgrundlage schafft.

Im digitalen Zeitalter, in dem sich neue Entwicklungen regelrecht überschlagen, kommt es auf Agilität, Flexibilität und Geschwindigkeit an. Marketer müssen in verschiedene Richtungen denken und bereit sein, kalkulierte Risiken einzugehen. Moderne Marketing-Tools liefern dafür die notwendige Datengrundlage. Damit lassen sich unterschiedliche Strategien testen, evaluieren und wenn nötig wieder verwerfen. Doch sind die Daten einmal vorhanden, lässt sich nicht nur der Marketingerfolg steigern sondern auch das Marketingbudget effektiver einsetzen.

Der CMO wird mittelfristig eine zentrale Rolle für das Management der Kundenerfahrung einnehmen, meint Bert Bröske. Dafür seien CMOs vor allem verpflichtet, neben den aktuellen Technologien und Plattformen auch zukünftige Entwicklungen im Blick zu haben.

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KPMG-Studie: Sinkende Kundenloyalität: Unternehmen setzen auf Customer Centricity

Für den „2017 Global Consumer Executive Top of Mind Survey“ haben die Berater von KPMG mehr als 500 Führungskräfte von Konsumgüterherstellern und Händlern in 31 Ländern befragen lassen. 22 kamen aus Deutschland. Zusätzlich wurden Interviews mit elf Geschäftsführern internationaler Konsumgüterhersteller, darunter Danone, L’Oreal, Metro und Pepsi, geführt.

38 Prozent der Befragten (Europa: 43 Prozent) bereitet die sinkende Markentreue der Kunden demnach Kopfzerbrechen. Um dem entgegenzuwirken steht bei vielen die Customer Centricty für die nächsten zwei Jahre ganz oben auf der Agenda. Drei von vier Branchenexperten (73 Prozent) nennen die Faktoren Kundenvertrauen beziehungsweise -treue als „sehr wichtig“ oder „kritisch“ für den Erfolg. Für fast ebenso viele (69 Prozent) spielt die Customer Experience eine entscheidende Rolle. Dabei sind die Befragten durchaus selbstkritisch, denn 39 Prozent bezeichnen ihre eigenen Fähigkeiten, Einkaufserlebnisse zu personalisieren, als „ausreichend“ oder „schwach“ ausgeprägt.

So gelingt die kanalübergreifende Personalisierung im Handel

Mark Sievers, Head of Consumer Markets hat festgestellt, dass Unternehmen noch immer produktgetrieben denken, statt Geschäftsprozesse, Produkte und Einkaufserlebnisse auf den Kunden maßzuschneidern. Dabei gebe es eine starke Korrelation von Kundenzentrierung und Wachstum. Die Ergebnisse der Befragung zeigten deutlich, dass kundenzentrierte Unternehmen, die beispielsweise Kundendaten nutzen, um Vorhersagen zu Vorlieben und Verhalten zu machen, im Durchschnitt ein höheres Wachstum verzeichnen.

Kundenzentrierung ist nur möglich, wenn Unternehmen auf neue Technologien setzen. 38 Prozent der Befragten sehen hier eines ihrer Defizite. Für Unternehmen, deren Geschäftsmodell von Anfang an auf der Nutzung von Daten beruht habe, sei es vergleichsweise einfach, Einkaufserlebnisse zu personalisieren, erklärt Sievers weiter. Dieses Digital-First-Mindset, das eher Technologie-Start-Ups verkörpern, müssten sich selbst die etablierten Player in der Branche erst noch aneignen.

Von diesen Faktoren hängt der Aufbau einer Kundenbeziehung ab

Unternehmenskommunikation: Wie Journalisten die Social Media nutzen

Der PR-Software-Anbieter Cision und die Canterbury Christ Church University haben gemeinsam Journalisten zu ihrer beruflichen Social-Media-Nutzung befragt. Für Deutschland basiert der Bericht auf 439 Antworten.

Demnach hat sich gezeigt, dass 55 Prozent der Befragten vollkommen oder zumindest größtenteils von den Social Media abhängig sind, um mit ihrer Zielgruppe zu kommunizieren.

Dies sind die zentralen Ergebnisse der Studie:

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Das nervt Journalisten an Pressesprechern am meisten

NAF – Auch .bank-Domains sind vor UDRP-Verfahren nicht gefeit

Mit dem Versprechen, UDRP-sicher zu sein, hat schon die Top Level Domain .feedback geworben. Auch im Fall von .bank versprechen hohe Registrierungsanforderungen den Schutz vor Streitigkeiten. Vor einem UDRP-Verfahren schützte allerdings auch .bank nicht, wie der Streit um mysummit.bank beweist.

»Trusted, verified, more secure and easily identifiable« – mit diesen Prädikaten wirbt die fTLD Registry Services LLC für eine Registrierung von .bank-Domains. Um diesen hohen Anforderungen gerecht zu werden, treibt fTLD einigen Aufwand; so dürfen lediglich geprüfte Mitglieder der globalen »banking community« solche .bank-Domains registrieren, die der Marke der Bank entsprechen. Hinzu kommen Gebühren, die sich – je nach Domain-Registrar – im hohen drei- bis vierstelligen US-Dollar-Bereich bewegen. Kein Wunder, dass bisher nur rund 3.130 .bank-Domains registriert sind. Im Gegenzug sollten die hohen Anforderungen Domain-Grabber abschrecken, so dass .bank-Domains eigentlich »UDRP-sicher« sein sollten. Das wird sich auch die in den US-Bundesstaaten Wyoming, Montana und Idaho tätige Summit National Bank gedacht haben, als sie am 9. Juli 2015 mysummit.bank registrierte. Umso überraschender ist, dass sich auf Betreiben der Summit Financial Group Inc., die in den US-Bundesstaaten Virginia und West Virginia den Bankgeschäften nachgeht, nun das National Arbitration Forum (Forum) mit dem weltweit ersten UDRP-Verfahren zu einer .bank-Domain befassen musste.

Wenig Zweifel hatte Panelist David P. Miranda noch daran, dass der Beschwerdeführerin, der Summit Financial Group Inc., Markenrechte an dem Begriff »Summit Community Bank« zustehen, die dazu berechtigen, ein UDRP-Verfahren zu initiieren. Allerdings hatte er rasch Zweifel, dass der Domain-Inhaberin keine Rechte oder legitimen Interessen an der Domain zustehen. Dafür streitet bereits der Umstand, dass es der Summit National Bank gelungen war, die Domain zu registrieren, da die strengen Vergaberegelungen für .bank ein solches Recht oder Interesse geradezu voraussetzen. Oder mit anderen Worten: würde die Domain-Inhaberin diese Voraussetzungen nicht erfüllen, würde schon deshalb die Grundlage entfallen, die Domain zu behalten – und obendrein wäre die Prüfung der Registry als oberflächlich entlarvt. Gleiches gilt auch für eine bösgläubige Registrierung und Nutzung der Domain mysummit.bank. Insoweit lässt sich festhalten, dass .bank-Domains URDP-sicher sind. Das Ergebnis hat daher nicht überrascht: die Summit National Bank durfte die Domain behalten. Mit der sich aufdrängenden Frage von “reverse domain name hijacking” hat sich das Schiedsgericht nicht mehr befasst.

Mit dem Versprechen, UDRP-sicher zu sein, hat im Jahr 2016 übrigens auch Top Level Spectrum Inc., Registry der neuen Top Level Domain .feedback, für sich geworben. Rund 5.000 mit Marken identische Domains wurden für lediglich US$ 5,– angeboten, verbunden mit dem Versprechen, »UDRP proof« zu sein. Sollte es dennoch zu einem UDRP-Verfahren kommen, versprach CEO Jay Westerdal, dass die Registry die Anwaltsgebühren übernehmen werde. Im Oktober 2016 musste er das Versprechen aber wieder einkassieren: im UDRP-Streit um debeers.feedback vor dem Schiedsgericht der WIPO entschied der Einzelpanelist auf einen Transfer der Domain. Der Domain-Inhaber hatte die Domain jedoch nicht zu Zwecken der Meinungsäußerung genutzt, sondern um massenhaft zweifelhafte Links zu posten.

Auf das Domain-Recht spezialisierte Anwälte findet man auf Domain-Anwalt.de, einem Projekt der united-domains AG.

ccTLDs – Costa Ricas .cr wegen PirateBay-Domain unter Druck der USA

Die US-Regierung hat NIC Costa Rica, Verwalterin des Landeskürzels .cr, mit einer Schließung des Registry-Betriebs gedroht.

Auslöser ist offenbar der Streit um die Domain thepiratebay.cr, über die BitTorrent-Links zu urheberrechtlich geschützten Inhalten verbreitet werden. Nach Angaben von Pedro León Azofeifa, Präsident der Academia Nacional de Ciencias und damit der Sponsoring Organisation für .cr, versucht die US-Regierung bereits seit dem Jahr 2015, die Domain löschen zu lassen, bisher allerdings vergeblich. ICANNs Regierungsbeirat, das Governmental Advisory Committee (GAC), ist in den Vorgang eingeschaltet. Unklar ist, auf welche Rechtsgrundlage die USA ihre Androhung stützen, zumal ICANN seit dem 1. Oktober 2016 aus der US-Aufsicht des Handelsministeriums entlassen wurde. Überdies hat NIC.cr angekündigt, die Domain selbstverständlich zu löschen, wenn eine entsprechende Entscheidung eines Gerichts in Costa Rica vorliegt. Ob die USA diesen Schritt versucht haben, lässt die Mitteilung der Registry jedoch offen.

Bewegtbild: Ausgaben für Mobile Video haben sich mehr als verdoppelt

Demnach wachsen bestimmte Videoformate schneller als andere. Während Full-Screen Interstitials bei Werbetreibenden weiterhin hoch im Kurs stehen und nahezu zwei Drittel der Gesamtausgaben für mobile Video-Ads ausmachen, war Rewarded Video das am schnellsten wachsende Format. Im zweiten Quartal verdoppelten sich die Impressionen von Rewarded Video Ads fast (96 Prozent), während die Ausgaben für Ads um 153 Prozent stiegen und die eCPMs um 48 Prozent zunahmen.

In einer kürzlich erschienen IAB-Studie gaben Werbetreibende an, mehr als die Hälfte ihrer Ad-Budgets in diesem Jahr für Video ausgeben zu wollen. Mobile Videos seien das am schnellsten wachsende Segment, sagt Ragnar Kruse, CEO von Smaato, was sich auch auf der unternehmenseigenen Plattform widerspiegele. Deshalb geht er davon aus, dass mobile Video-Ads zum dominanten Medium der kommenden Jahre wird.

Online-Videokonsum soll um weitere 20 Prozent steigen