Big Data: Immer mehr Unternehmen setzen auf Datenanalysen

Laut Studie bestätigen 62 Prozent der Unternehmen mit 500 bis 1.999 Mitarbeitern, dass sie auf Big-Data-Lösungen setzen. Vor einem Jahr waren es erst 44 Prozent. Gleichzeitig sagen immer weniger Unternehmen, dass Datenanalysen für sie überhaupt kein Thema sind. Aktuell sind dies noch 18 Prozent. Im vergangenen Jahr lag der Anteil bei 22 Prozent.

Hauptgrund: Sechs von zehn Befragten erhoffen sich, auf diese Weise mindestens eines der Geschäftsziele zu erreichen. Konkret: 41 Prozent geht es darum, Risiken zu minimieren, 27 Prozent wollen den Umsatz erhöhen und 19 Prozent Kosten reduzieren.

Die Studienautoren weisen jedoch darauf hin, dass Big Data kein Selbstläufer ist. Anders als beispielsweise bei der Automatisierung durch Roboter, müsse die Arbeit mit Daten in eine Strategie eingebettet sein, um zu funktionieren. Das brauche Zeit und den Willen zur Umsetzung seitens des Managements.

Die Königsdisziplin des Umgangs mit großen Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen ist deren schnelle Analyse. Doch Datenanalyse umfasst noch mehr: Erkenntnisse lassen sich auch aus Infos in den eigenen IT-Systemen gewinnen, beispielsweise Kundendaten. Dieses Ziel verfolgen 37 Prozent der Befragten.

Insgesamt geben drei Viertel der Unternehmen an, relevante Unternehmensentscheidungen anhand von Datenanalysen zu treffen. Immerhin drei von zehn konnten dadurch sogar ihre Geschäftsmodelle anpassen oder verändern.

Jedoch sind nicht alle mit den Ergebnissen zufrieden. So ist beispielsweise nur jeweils die Hälfte mit der Analyse zu Bestandskunden oder der Identifikation neuer Kunden zufrieden. Besser sieht es aus, wenn es um die Geschäftsentwicklung geht: Hier sagen immerhin drei Viertel der Befragten, dass sie mit den Ergebnissen “sehr” oder zumindest “eher” zufrieden sind.

Das Marketing muss sich Datenkompetenz aneignen

Drei von vier Befragten nutzen Excel oder Access für Ad-hoc-Analysen. Damit ist die Zahl derer, die auf einfache Tools setzen, in den vergangenen Jahren um zehn Prozentpunkte gesunken. Dafür ermitteln inzwischen 33 Prozent Zusammenhänge durch die Analyse von strukturierten internen und externen Daten. 2015 lag dieser Anteil erst bei 24 Prozent. Auf fortgeschrittene Analysen, mit denen aus Daten unterschiedlichster Herkunft und Struktur neue Erkenntnisse gewonnen werden können, setzen heute 17 Prozent, was fast einer Verdopplung binnen zwei Jahren entspricht (2015: neun Prozent).

Für die Studie wurden mehr als Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern befragt.

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