06.-07.07.2017: Plattformen – Geschäftsmodelle und Verträge

6.- 7. Juli 2017,
Tagungszentrum des Studentenwerks Oberfranken


TAGUNGSBESCHREIBUNG:

Plattformen haben sich zum markantesten Geschäftsmodell der digitalen Welt entwickelt.
Es durchdringt eine Vielzahl verschiedenster Märkte. Die Ernst von Caemmerer Stiftung, der German Hub
des European Law Institute und die Forschungsstelle für Verbraucherrecht (FfV) wollen sich auf ihrer
Tagung des Phänomens Plattformen rechtsvergleichend, interdisziplinär aber auch aus Sicht der deutschen
Praxis annehmen.

Die Veranstaltung findet in englischer und deutscher Sprache statt.

Dazu werden im ersten Schritt der Stand der europäischen rechtspolitischen Diskussion und die
wirtschaftswissenschaftliche Perspektive einander gegenüber gestellt. Im zweiten Teil der Tagung
wird es um die rechtsvergleichende Perspektive auf die Rechtsverhältnisse gehen, dabei sind besondere
Schwerpunkte für Estland, Frankreich, Italien und Großbritannien vorgesehen.

Eine Podiumsdiskussion zu rechtspolitischen Regulierungsfragen schließt diesen Teil ab.

Im dritten und letzten Teil werden wichtige Kernthemen von Plattformen und die Frage nach ihrer rechtlichen Umsetzung in den Vordergrund gerückt: Dabei wird es um Fragen der Inhaltsbestimmung der Verträge, nach der Verantwortlichkeit
der Betreiber und der Werbetreibenden und rechtliche Implikation der Nutzung von Feedbacksystemen gehen.

Die Veranstaltung richtet sich gleichermaßen an interessierte Wissenschaftlerer und Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung.

Teilnahmegebühr:
Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei. Die Ernst von Caemmerer Stiftung freut sich über ein
Spende. Bitte geben Sie zusammen mit der Anmeldung an, ob Sie am Abendessen teilnehmen möchten.
Die Kosten für das Abendessen fallen gesondert an.

Anmeldung:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an: verbraucherrecht@uni-bayreuth.de.  Anmeldeschluss ist der 22.06.2017. Aufgrund der beschränkten Raumkapazität ist eine rechtzeitige Anmeldung dringend zu empfehlen.

Zimmerreservierungen:
Zimmerkontingente wurden unter dem Stichwort „Plattformen“ im Hotel Rheingold (Austraße 2, 95445 Bayreuth)
reserviert und können dort bis zum 16.06.2017 direkt gebucht werden.

FAO-Bescheinigung:
Eine Teilnahmebestätigung nach § 15 FAO wird auf Wunsch erteilt (vorbehaltlich der Anerkennung durch
die für Sie zuständige Rechtsanwaltskammer).


Verantwortlich für die Redaktion: Ines Dicker

Band 6: Pack ein, schmeiß’ weg?

Wegwerfkultur und Wertschätzung von Konsumgütern

Jährlich landen in Deutschland 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Die durchschnittliche Nutzungsdauer von Smartphones liegt bei zwei Jahren. Diese Beispiele scheinen ein Schlaglicht auf die “Wegwerfkultur” zu werfen. Doch wie werden wir dem komplexen Problem der Verschwendung gerecht? Tragen die Verbraucherinnen und Verbraucher die alleinige Verantwortung für diese Entwicklung oder haben die Hersteller ein Interesse an der Verschwendung? Werden die Konsumentinnen und Konsumenten nicht nur angehalten, neue Produkte zu erwerben, sondern auch durch geplanten Verschleiß (Obsoleszenz) und ein reparaturunfreundliches Design dazu genötigt? Der vorliegende Band widmet sich diesen und anderen Fragen der Verschwendung von Konsumgütern.

Empfohlene Zitierweise
Bala, Christian und Wolfgang Schuldzinski, Hrsg. 2017. Pack ein, schmeiß’ weg? Wegwerfkultur und Wertschätzung von Konsumgütern. Beiträge zur Verbraucherforschung 6. Düsseldorf: Verbraucherzentrale NRW.

Identifier

ISBN Print 978-3-86336-913-2 | ISBN E-Book (PDF) 978-3-86336-914-9 | DOI 10.15501/978-3-86336-914-9

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Lizenzhinweis

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Einleitung: Pack ein, schmeiß’ weg?

Christian Bala und Wolfgang Schuldzinski

Empfohlene Zitierweise
Bala, Christian und Wolfgang Schuldzinski. 2017. Einleitung: Pack ein, schmeiß’ weg? Wegwerfkultur und Wertschätzung von Konsumgütern. In: Pack ein, schmeiß’ weg? Wegwerfkultur und Wertschätzung von Konsumgütern, hg. von Christian Bala und Wolfgang Schuldzinski, 9-16. Beiträge zur Verbraucherforschung 6. Düsseldorf: Verbraucherzentrale NRW. doi:10.15501/978-3-86336-914-9_1.

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Foodsharing

Stefan Wahlen

Lebensmittelabfälle werden zunehmend als gesellschaftliches Problem erachtet. Die Initiative “foodsharing” versucht, diesem Problem entgegenzutreten. Dieser Beitrag untersucht, inwiefern diese Initiative als politischer Konsum und Lebensstilbewegung verstanden werden kann. In Lebensstilbewegungen streben individuelle Verbraucher durch ihre alltäglichen Konsumpraktiken einen gesellschaftlichen Wandel an. Anders als im traditionellen Verständnis sozialer Bewegungen treten in Lebensstilbewegungen (1) individuelle und private Aktivität in den Vordergrund, werden (2) kulturelle Ziele verfolgt sowie ist (3) die Partizipation als anhaltende zu erachten. Anhand dieser drei Distinktionskriterien wird das Foodsharing näher betrachtet, als Lebensstilbewegung kategorisiert und die unscharfen Grenzen zwischen sozialen Bewegungen und Lebensstilbewegungen herausgearbeitet.

Empfohlene Zitierweise
Wahlen, Stefan. 2017. Foodsharing: Unscharfe Grenzen einer Lebensstilbewegung. In: Pack ein, schmeiß’ weg? Wegwerfkultur und Wertschätzung von Konsumgütern, hg. von Christian Bala und Wolfgang Schuldzinski, 15-34. Beiträge zur Verbraucherforschung 6. Düsseldorf: Verbraucherzentrale NRW. doi:10.15501/978-3-86336-914-9_2.

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Kaufen, konsumieren, wegwerfen?

Thomas Heun

Basierend auf der Beobachtung, dass Konsumphänomene jenseits der Wegwerfkultur an Bedeutung gewinnen, prüft der Autor die Anschlussfähigkeit dieser Phänomene an unterschiedlichen Theorien und Positionen aus den Feldern der Konsumsoziologie und -psychologie. Hierzu stellt er den Dingbegriff in das Zentrum seiner Überlegungen und kommt zu der Erkenntnis, dass bereits frühe Kritiker industrieller Massenproduktion die nachlassende emotionale Bindung von Konsumenten zu Massenprodukten feststellten. Aktuell erfolgreiche, scheinbar “handgemachte” Dinge versuchen, diesen Eindruck der “Seelenlosigkeit” industrieller Produktionszusammenhänge und die geringe Qualitätsanmutung von Wegwerfprodukten durch ein Zurück der Verwendung von Symboliken des traditionellen Handwerks zu vermeiden. In Anlehnung an praxistheoretische Positionen lässt sich der “wahre” Charakter von Dingen, zwischen industriell-produziertem Wegwerf- und in Handarbeit gefertigtem Qualitätsprodukt, einerseits über die kritische Analyse der realen Produktionspraktiken und andererseits über das praktische Wissen von Konsumenten identifizieren und bewerten.

Empfohlene Zitierweise
Thomas Heun. 2017. Kaufen, konsumieren, wegwerfen? Zum Wandel der Bedeutung von Dingen in der Konsumgesellschaft. In: Pack ein, schmeiß’ weg? Wegwerfkultur und Wertschätzung von Konsumgütern, hg. von Christian Bala und Wolfgang Schuldzinski, 35-50. Beiträge zur Verbraucherforschung 6. Düsseldorf: Verbraucherzentrale NRW. doi:10.15501/978-3-86336-914-9_3.

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