Champions League: Leipzig punktet zum Debüt

Beim leistungsgerechten 1:1 (1:1) im ersten Spiel auf internationaler Bühne gegen den französischen Meister AS Monaco zahlten die Bullen Lehrgeld. Der Schwede Emil Forsberg erzielte in der 33. Minute nach einem Konter das 1:0 und damit das erste Europapokaltor für den erst 2009 gegründeten Klub. Doch nach dem Ausgleich nur zwei Minuten später durch Youri Tielemans fehlte es den Sachsen an der nötigen Durchschlagskraft.

„Hätten uns mehr gewünscht“

„Wir hätten uns natürlich mehr gewünscht. Wir haben ein Superspiel gemacht, das ist ärgerlich“, sagte Yussuf Poulsen, der vor der Partie seinen Vertrag vorzeitig bis 2021 verlängert hatte.

„Es war Gänsehaut-Stimmung. Natürlich hätten wir gern gewonnen, doch Monaco hat sehr gut verteidigt“, sagte Timo Werner, und fügte hinzu: „Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können.“

Leipzig optisch überlegen

In der Leipziger Startelf brachte lediglich Forsberg Champions-League-Erfahrung mit – und das merkte man dem Team in den Anfangsminuten auch an. Das Offensivspiel wirkte fahrig, es schlichen sich ungewöhnlich viele Abspielfehler bei Timo Werner und Co. ein. Nach dem nervösem Beginn bekamen die Gastgeber das Spiel besser in den Griff. Die erste gute Chance bot sich Yussuf Poulsen, dessen Kopfball von Werner am hinteren Pfosten fast noch über die Linie gedrückt worden wäre (24.).

Forsberg durfte dann nach einem Steilpass in der 33. Minute alleine auf Monacos Torwart Diego Benaglio zulaufen und eiskalt zum 1:0 verwandeln. Doch fast im Gegenzug fiel über die linke Abwehrseite und etwas Gestocher im Strafraum der Ausgleich für Monaco.

Monaco ohne Offensivpower

Auch in der zweiten Halbzeit blieb sowohl das Spiel der Leipziger als auch der Monegassen fehlerhaft. Werner, dessen Schuss knapp vorbei rutschte (52.), und Marcel Halstenberg per Kopf (59.) waren noch am nächsten dran am erneuten Führungstreffer. RB ließ jedoch seinen typischen Überfallfußball vermissen. Gefahr resultierte oft nur nach Standards.

Die Gäste schienen dagegen früh mit der Punkteteilung zufrieden. Topstürmer Radamel Falcao bekam fast während des gesamten Spiels keine verwertbaren Bälle zugespielt. Als sich alle im Stadion eigentlich schon mit dem Remis abgefunden hatten, ergab sich acht Minuten vor Schluss noch einmal die große Gelegenheit für den eingewechselten Jean-Kevin Augustin auf Seiten der Leipziger. Jedoch parierte Benaglio glänzend (82.), was aus Fairplay-Sicht auch besser war – denn Augustin hatte deutlich im Abseits gestanden.

Leipzig auswärts in der Türkei

Für Leipzig geht es als nächstes an den Bosporus zu Besiktas Istanbul, wo die Sachsen ein stimmungsvolles erstes Auswärtsspiel in ihrer Champions-League-Geschichte erwartet. Die AS Monaco empfängt daheim den FC Porto.

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