Deutsche Volleyballer verlieren grandioses EM-Finale

„Die Silbermedaille ist ein historischer Erfolg, wer hätte das vor ein paar Wochen gedacht. Dass wir uns so durchgesetzt haben, ist unglaublich und der Hammer“, sagte DVV-Sportdirektor Christian Dünnes.

Die favorisierten Russen legten los wie die Feuerwehr. Vor allem dank ihrer starken Aufschläge führten sie schnell mit 7:2 im ersten Satz. Die Deutschen zeigten dann zwar ebenfalls einige gute Aktionen, Russland verteidigte allerdings mit schnellen Angriffen zunächst souverän den Vorsprung.

Mitte des ersten Satzes drehte das deutsche Team dann aber auf – und kam dank der brachialen Angfiffsschläge von Georg Grozer und Christian Fromm auf 14:14 heran. Doch der verdiente Lohn war schnell wieder verloren – Russland zog auf 20:16 und 24:19 davon und nutzte dann auch gleich den ersten Satzball zum 25:19.

Ganz starker zweiter Satz der Deutschen

Für beide Teams war es das sechste Spiel in nur zehn Tagen. Den Deutschen merkte man das zu Beginn des zweiten Satzes aber nicht an – über 8:3, 14:8 und 22:14 spielten sie den Russen Ratlosigkeit in die Gesichter. Auch ihr Trainer schüttelte fassungslos den Kopf. Das Weltklasseteam aus Osteuropa hatte schließlich noch keinen Satz bei dieser EM abgegeben. Kurz darauf war es dann aber doch soweit – Deutschland glich zum 1:1 aus (25:20).

Der dritte Satz war bis zum 6:6 deutlich ausgeglichener. Dann machte Russland vier Punkte in Folge, was die Deutschen aber wenig beeindruckte, denn sie hielten problemlos mit. Bis zum 21:21 blieb der Satz ausgeglichen. Dann zogen die Russen davon und holten sich mit 25:22 den Durchgang.

Deutschland kommt im vierten Satz wieder zurück

Doch das Team von Bundestrainer Andrea Giani zeigte, dass es sich von Rückständen nicht beirren lässt, sondern eher sogar Selbstvertrauen zieht. Denn auch der vierte Durchgang gehörte ganz eindeutig dem Team von Trainer Andrea Giani. Nach dem zwischenzeitlichen 10:8 starteten die Deutschen eine ganz starke Serie und gewannen den Satz mit 25:17. Wie im Halbfinale gegen Serbien musste auch dieses Mal der Tie-Break entscheiden.

Und der begann sehr gut für die Deutschen. Starke Blocks und ein toller Lob von Grozer sorgten für eine 5:2-Führung. Doch die Russen kamen auf 6:6 heran. Danach konnte sich bis zum 9:9 kein Team mehr absetzen, ehe die Russen drei Punkte in Folge machten. Von diesem Rückstand erholten sich die Deutschen dann nicht mehr – Russland gewann den letzten Satz hauchdünn 15:13.

Serbien holt Bronze

Zuvor hatte der frühere Bundestrainer Vital Heynen mit Belgien die Bronzemedaille verpasst. Die Belgier verloren das Spiel um Platz drei in Krakau gegen Serbien mit 2:3 (17:25, 25:22, 25:19, 22:25, 12:15).


red/sid/dpa
|
Stand: 03.09.2017, 22:30

(Visited 1 times, 1 visits today)