Digitalisierung : Welchen Einfluss hat sie auf die Gesundheit?

Die Zeitschrift impu!se setzt sich in der aktuellen Ausgabe damit auseinander, wie sich ein permanenter Interneteinfluss auf die Gesundheit auswirkt. Ausgangslage für die Betrachtungen ist die Tatsache, dass 90 % der Erwachsenen in Deutschland digital vernetzt sind. Doch wie und in welcher Form hat sich ihre Gesundheit dadurch verändert oder wird sich verändern?

Die Verdrängungsthese geht davon aus, dass sich das Internet negativ auf die Gesundheit auswirkt. Denn die Zeit, die wir im Internet verbringen, geht u. a. zu Lasten von Aktivitäten wie dem Treffen von Freunden oder Sport. Außerdem stellen lange Online-Zeiten ein Risiko für ausreichend und ungestörten Nachtschlaf dar.

Laut der Kompensationsthese lassen sich durch onlinebasierte Angebote Gesundheitsprobleme kompensieren. Dabei geht es u. a. um die Möglichkeit, sich im Internet ausführlich und anonym über Gesundheitsthemen informieren zu können. Außerdem ist es möglich, mit anderen in Kontakt zu treten, Gemeinschaften zu bilden und Unterstützung zu erhalten. Und das nahezu barrierefrei.

Die Digitalisierung beeinflusst unbestritten sowohl den objektiven als auch den subjektiven Gesundheitszustand. In impu!se findet sich u. a. ein Beitrag zu einer Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zu den Schattenseiten der Digitalisierung. Danach nimmt die Mehrzahl der Befragten eine Intensivierung der Arbeit wahr. 65 % geben an, dass durch die Digitalisierung immer mehr Aufgaben zu erledigen sind. Und 36 % aller Beschäftigten sagen, dass E-Mail, Handy und Internet eine schwer zu bewältigende Menge an Informationen verursachen. Die Digitalisierung stellt also für einen hohen Anteil der Beschäftigten eine Quelle psychischer Belastungen dar.

 

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