Gewalt gegen Rohyngia: Suu Kyi spricht von „Fake News“

Gewalt gegen Rohingya: Suu Kyi spricht von „Fake News“ | tagesschau.de

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Stand: 06.09.2017 18:18 Uhr

Myanmars De-facto-Regierungschefin Suu Kyi hat die Verantwortung für die Gewaltausbrüche im Westen des Landes zurückgewiesen. Der Konflikt mit der Rohingya-Minderheit werde verzerrt dargestellt – durch einen „riesigen Eisberg von Fehlinformationen“.

Myanmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi beklagte einen „Eisberg an Falschinformationen“. Der Konflikt mit der Rohingya-Minderheit werde verzerrt dargestellt, erklärte sie. Und weiter: Es würden „Fake News Fotos“ zirkulieren, die irgendwo in der Welt, nicht aber in Myanmar aufgenommen worden seien. Für die neue Welle der Gewalt seien „Terroristen“ verantwortlich.

Nach Angaben der Vereinten Nationen flohen seit dem 25. August mindestens 125.000 Angehörige der muslimischen Minderheit Rohingya von Myanmar ins Nachbarland Bangladesch. Geflohene berichteten von Gräueltaten der Sicherheitskräfte Myanmars. Soldaten hätten Feuer in Dörfern gelegt und Angehörige der Rohyngia verbrannt – so steht es in einem Bericht der UN-Agentur „Internationale Organisation für Migration“.

Menschenrechtler warfen der EU und den USA angesichts der Vorfälle Untätigkeit vor. Inzwischen hat die Europäische Union die Gewalt gegen die Rohingya verurteilt. Auch die Kritik an Regierungschefin und Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi wurde immer lauter. Die Vereinten Nationen, Papst Franziskus und Menschenrechtler forderten ein Eingreifen Suu Kyis.

Im Rakhine-Staat gibt es seit 2012 immer wieder Pogrome gegen die Rohingya. Die Behörden im überwiegend buddhistischen Myanmar verweigern der muslimischen Volksgruppe den Status als Minderheit und die Bürgerrechte. Der Konflikt war erneut aufgeflammt, nachdem sich am 25. August eine Rohingya-Miliz zu Angriffen auf Polizei- und Armeeposten bekannt hatte.

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