Handel: Modekäufer mit geringer Markenbindung

49 Prozent der für die Studie “Customer Journey im Fashion-Handel II – So kauft der Kunde morgen wieder bei mir“ Befragten gibt an, beim letzten Modekauf keine bestimmte Marke bevorzugt zu haben. Fast ebenso viele hatten zwar geplant, ein Kleidungsstück einer Lieblingsmarke zu kaufen, aber nur für jeden Dritten ist diese Brand dann immer die erste Wahl. Sie lassen sich im Verlauf ihrer Customer Journey auch von anderen Marken überzeugen.

Kundenbindung – und dazu zählt auch die Brand-Loyality – ist ein zentraler Erfolgsfaktor für Händler und Hersteller. Ein Problem, speziell bei Mode, seien grundlegende Kriterien wie Passform und Beratung, erklärt IFH-Geschäftsführer Kai Hudetz. Sich blind auf Größen verlassen zu können, ist daher eine Basisanforderung, die Modekäufer insbesondere an Premiummarken stellen. Das gilt auch für den Onlinehandel. Bei Mittelpreis- und Premiummarken sind verlässliche Größen zudem ein wichtiger Grund, eine andere Marke zu kaufen als ursprünglich geplant.

Etwas anders verhalten sich junge Modekunden. So bevorzugen vier von zehn der 16- bis 29-Jährigen, die einen Artikel der gewünschten Marke gekauft haben, diese Brand auch generell. Das liegt vor allem daran, dass junge Fashion-Käufer Marken suchen, die gut zu ihnen passen. Sieben von zehn der Befragten unter 30 Jahren möchten ihre Persönlichkeit nicht zuletzt über Mode und Marken ausdrücken.

Dich Suche nach dem vermeintlich Perfect Match ist für diese Kunden oft eine Herausforderung. 44 Prozent der unter 30-Jährigen sind frustriert, weil sie bei der Suche nach dem passenden Kleidungsstück nicht das passende finden, für jeden Vierten artet der Kleiderkauf deshalb regelmäßig in Stress aus. Die Studienautoren sehen hier den Handel gefordert, sowohl on- wie offline entsprechende Services zu bieten.

Für die repräsentative Studie wurden 2.000 Modekunden befragt.

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