Karibik: Nach “Irma” kommen “Jose” und “Katia”

Der Hurrikan “Irma” hat zwei Nachfolger bekommen. Der Wirbelsturm “Jose” nähert sich den nordöstlichen Karibikinseln vom Atlantik her. Im Golf von Mexiko ist derzeit außerdem “Katia” unterwegs. Beide Stürme gewannen zuletzt an Kraft.

Ein Abebben der Hurrikan-Serie in der Karibik ist nicht in Sicht. Nachdem der Sturm “Irma” über weite Regionen der Karibik hinweggezogen war und starke Zerstörungen hinterließ, gewannen ihre beiden Nachfolger “Jose” und “Katia” an Stärke.

Hurrikan “Katia” befand sich nach Angaben der US-Hurrikan-Warte rund 200 Kilometer nord-nordöstlich von Veracruz in Mexiko im Golf von Mexiko. Die Windgeschwindigkeit lag bei 155 Kilometer pro Stunde.

“Jose” wurde auf die zweithöchste Stufe vier heraufgesetzt. Der Hurrikan befand sich nach Angaben des US-Wetterdienstes rund 700 Kilometer ost-südöstlich der Leeward-Inseln. Als maximale Windgeschwindigkeit wurden 240 Kilometer pro Stunde gemessen.

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Hurrikan “Irma” hinterlässt Spur der Verwüstung in der Karibik

So lang war noch kein Hurrikan so stark: Zwar wurde “Irma” nun auf Stärke 4 herabgestuft, doch zuvor war er der längste beobachtete Wirbelsturm mit Stärke 5. Schon am Mittwoch fegte er mit dieser Intensität über die nördlichen Antillen hinweg. | Bildquelle: REUTERS

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Starker Wind und heftiger Regen

“Ich glaube nicht, dass es einen Raketenforscher braucht, um zu verstehen, dass weiterer Schaden bevorsteht”, sagte der Ermittler Frankie Thomas von der Polizei der Inseln Antigua und Barbuda mit Blick auf den Sturm “Jose”.

Jeff Masters von US-Wetterdienst Weather Underground sagte, “Jose” werde nach “Irma” zwar definitiv einen Effekt auf die betroffenen Inseln haben. Die Menschen würden jedoch weitgehend starken Wind und heftigen Regen erleben. Der Sturm werde die Hilfseinsätze erschweren, sei jedoch nicht vergleichbar mit dem, was die Region bereits durchgemacht habe.

Mindestens 21 Tote

“Irma” hatte am Mittwoch und Donnerstag Häuser, Schulen, Geschäfte, Straßen und Boote zerstört, als er unter anderem in St. Martin, St. Barths, St. Thomas, Barbuda und Anguilla wütete.

Mindestens 21 Menschen kamen ums Leben. Die Opferzahl dürfte noch steigen, wenn Rettungskräfte die am stärksten betroffenen Gebiete erreichen.

Strom-, Wasser- und Telefonleitungen wurden gekappt, Tausende Touristen saßen fest. In St. Martin kam es zu Plünderungen, die Straßen waren mit Wellblech, Sperrholz, Eisen, ramponierten Autos und anderen Gegenständen übersät. Auf den Amerikanischen Jungferninseln galt eine Ausgangssperre.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 08. September 2017 um 22:00 Uhr.

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